Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Spuren der Streiks

Die Lagervorräte hatten sich bisher trotz der fehlenden Mengen aus Venezuela gut gehalten. Für Experten war es nur eine Frage der Zeit, bis das Problem sichtbar wird. Die Preise haben es seit Wochen angezeigt. Nun ist es auch in den Bestandsdaten aufgetaucht.

Die jüngsten API Zahlen zeigen einen sehr deutlichen Rückgang der Rohölvorräte.

Rohöl verliert 9,1 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht damit 10,5% unter dem Vorjahresbestand.
Heizöl und Diesel gewinnen 2,3 Mio. Barrel zur Vorwoche und stehen nun 8,2% unter dem Vorjahresbestand.
Benzin gewinnt 1,0 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht damit 0,2% unter dem Vorjahresbestand.

Vermutlich steckt in den Zahlen immer noch nicht das ganze Ausmaß der fehlenden Mengen. Man kann davon ausgehen, dass es in der nächsten Woche noch tiefere Stände zu berichten gibt. Der Markt hat der Lage durch ein neues Hochpreisniveau Rechung getragen.

In den Preisen spiegelt sich allerdings mehr als die Versorgungsrealität, die schon schlechtere Zeiten sah, die Sorge über das, was ein Krieg im Irak an neuen Problemen bringen wird, wider. Wie gespannt die Stimmung insgesamt ist, lässt sich an den Preiskapriolen der letzten Tage erkennen. Nach einem neuen Zweijahreshoch sausten die Preise plötzlich in den Keller. Der Brentpreis kehrte dabei unter das Septemberhoch zurück. Ein paar Ölminister fühlten sich berufen, den Markt mit Worten zu bewegen. Taten indes sind nicht zu sehen. Heute scheint sich der Markt wieder für die andere Richtung zu entscheiden. Der Aufwärtstrend muss trotz der heftigen Gegenbewegung als intakt angesehen werden.

Die Entwicklung des Gasölpreises zeigt heute Morgen zwar noch einmal nach unten. Mit 260.75$ pro Tonne wurde der letzte Handelstag unterboten. Aber der Auftrieb scharrt im elektronischen Handel bereits mit den Hufen.

Unser Heizölpreis wird aller Voraussicht nach wieder anziehen. Vermutlich war der Preis der letzten Tage wirklich ein Geschenk des Marktes zum Jahresabschluss.

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