Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Stärker als Öl

Für die Ölpreise ist ein Richtungswechsel fällig. Der bei guter Versorgung des physischen Markts vollzogene Preisanstieg innerhalb der letzten drei Wochen ist ausgereizt. Gestern bewegten sich die Preise tatsächlich abwärts. Abwärts geht es auch beim Dollar. Dieser Umstand bremst die erwartete Richtung der Ölpreise. Denn tendenziell bewegen sich Dollar- und Ölnotierungen gegensätzlich. Heute Morgen wird der Ölpreisrückgang prompt annulliert, während der Dollar weiter fällt. In den USA bleibt der Druck auf den Ölpreis hoch. Ein Ende der Nachfrageschwäche, die die Überversorgung des Markts verursacht, ist sobald nicht zu erwarten. In Europa sieht die Lage anders aus. Hier ist Rohöl nicht sehr üppig vorhanden. Die Nordsee gibt seit Jahren weniger her. Nun kommen wartungsbedingte Abschaltungen von Fördereinrichtungen hinzu. Ausdruck findet dieser Umstand in einer untypischen Umkehrung der Preisdifferenz zwischen Texas Öl WTI und Nordseeöl Brent. Üblicherweise ist WTI rund zwei Dollar teurer als Brent. Aktuell notiert Brent rund vier Dollar über WTI. In den Produktenpreisen ist die Differenz kaum zu spüren. Die Raffinerien verarbeiten Öl unterschiedlicher Provenienzen. Daraus ergibt sich ein Mischpreis.

preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Bestände leicht gesunken
Verhalten Positives vom US-Arbeitsmarkt
FED gibt der Wirtschaft weiterhin billigstes Geld
Spekulation auf harte Hurrikansaison

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Unbefriedigende Konjunkturentwicklung
Hohe US-Lagerbestände
Ölnachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl
Sorge um Staatsverschuldungen

Unsere Heizölpreise drehen abwärts. Gestern gab es den entsprechenden Druck von den Ölbörsen. Stabiler als dieser ist derzeit aber der Druck vom Dollar. Einmal mehr zeigt sich der Seitwärtstrend der Heizölpreise als in Maßen verlässige Erscheinung. Die Chance auf moderaten Preisrückgang sehen wir für die nächste Zeit gewahrt. Eine Bewegung, die die Benennung Preiseinbruch verdient, sehen wir indes nicht kommen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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