Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Staatliche Sicherungen

Der US-Rettungsplan ist durch. Mit Zähneknirschen wurde das Paket am späten Freitag verabschiedet. Nun wird sich zeigen, ob die US-Banken damit gerettet werden können. In Deutschland musste die Sicherung für die Hypo Real Estate von 35 Mrd. auf 50 Mrd. Euro erhöht werden. Die Bundesregierung stellt eine staatliche Sicherung aller deutschen Spareinlagen in Höhe von ca. 568 Mrd. Euro in Aussicht. Damit will sie verhindern, dass die Bundesbürger massenhaft ihre Spareinlagen abheben und die Banken in eine weitere Krise stürzen. Aber worauf will uns die Bundesregierung hinweisen oder vorbereiten? Stehen die ersten deutschen Banken-Zusammenbrüche bevor? Häufig wurde in der Vergangenheit die Flucht aus den Aktienmärkten in Richtung Staatsanleihen und Rohstoffe angetreten. Wenn sich aber die Staaten dermaßen horrender Risiken aussetzen, wirken Staatsanleihen nicht besonders attraktiv und Rohstoffe, die für eine laufende Konjunktur gebraucht werden, profitieren auch noch nicht. Zu groß ist die Angst vor einer Rezession. Die Vergleiche mit der großen Rezession 1929 nehmen zu. Damals hatte man einen Sparkurs gefahren und die Kursverluste an den Börsen als reinigendes Gewitter eingestuft. Als dann die Banken durch die massiven Abhebungen durch die Bürger überfordert waren, kam das Wirtschaftsleben zum Erliegen. Auch heute sind die Banken aus der sog. „realen Wirtschaft“ nicht mehr wegzudenken. Allein die Geschäfte für die Bankbürgschaften beigestellt werden müssen, sind erheblich und dies nicht nur für private Geschäfte, sondern auch für Kommunen und Länder. Wenn diese Bürgschaften aber nicht mehr die Sicherheit bringen, für die sie gestellt wurden, kommen bereits mit dem Vertrauensverlust Vorgänge ins Stocken. Ganz real sind auch nahezu alle Heizöllieferungen von Banken finanziert. Jede Lieferung muss zunächst vom Heizölhändler eingekauft werden. Die Bezahlung läuft unter anderem auch über Bankenkredite. Der Ölpreis fällt heute Morgen und Dollar steigt. Dieses Spiel bleibt uns vorerst erhalten. Damit gibt es wenig Spielraum für Preisnachlässe beim Heizöl.

preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Rettungsplan für Bankenbranche
Schäden durch Ike werden Ölversorgung lange beeinflussen
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
OPEC kürzt Überproduktion
Produktionskosten steigen
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Finanzkrise
Sinkende US-Konjunktur
Sinkende OECD-Konjunktur
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
Chinas Nachfrage wächst deutlich langsamer
Charttechnik: Ölpreis im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Noch sind keine entscheidenden Marktbewegungen auszumachen. Durch die Finanzkrise gibt es kaum sichere Anzeichen für die eine oder andere Richtung. Öl- und Dollarkurs heben sich in Grenzen auf, wobei der Ölmarkt als überverkauft gilt. Eine Gegenreaktion wäre möglich. Der Heizölmarkt schwingt nicht so stark und nicht so schnell. Die Auftragsbücher des Heizölhandels sind nach wie vor gefüllt. Die Lage entspannt sich aber bereits. Die Lieferzeiten und die Margenüberhöhung im Binnenmarkt sinken langsam. Die Leerstände nehmen zu und führen zu weiteren Lieferbelastungen. Wer sich laufend über die Preise informieren möchte, ohne unsere Website zu konsultieren, sollte unser Emailsystem Preisalarm verwenden.

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