Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Starker Preisrückgang ...

Rohöl gab gestern um 5 Dollar nach. Gasöl verbilligte sich um 50 Dollar. Vor einem Jahr hätte man das als Kurssturz bezeichnet. Heute ist es eine überfällige, aber keine auffällige Korrektur. Sie gibt nicht den geringsten Anlass, am Fortbestand des Aufwärtstrends zu zweifeln. Bemerkenswert ist allerdings, dass die Korrektur von Gasöl und Heizöl ausging, also von den Produkten, die aktuell mit Knappheitsphantasien in Verbindung gebracht werden. Diese Phantasien werden relativiert. Phantasie kam dafür bei der Beobachtung der gestrigen Kursbewegung auf. Die verlief für kurze Momente panikartig. Ein starker fundamentaler Grund könnte in der aufgeblasenen Situation des Marktes eine längere Verkaufspanik und einen gewaltigen Absturz auslösen. Ein solcher Grund wäre eine deutliche Anhebung der OPEC-Lieferungen oder überraschend schlechte Wirtschaftszahlen aus China. Weder das eine noch das andere scheint derzeit realistisch zu sein. Der Dollar legte gestern zu, obwohl neue Zahlen zum Verbrauchervertrauen den miserablen Zustand der US-Ökonomie bezeugen. Die Währung folgte eher der Bewegung am Ölmarkt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Rückgang der US-Rohölvorräte
Banken und Analysten heben Preisprognosen an
OPEC und Saudi Arabien lehnen Produktionserhöhung ab
Hohe Nachfrage nach Destillaten
Terrorbedingter Produktionsausfall in Nigeria
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Chinas Ölimporte fielen im April
US-Regierung um Dämpfung der Spekulation bemüht
Gedämpfte Nachfrageentwicklung
Schwächephase der US-Konjunktur
US-Regierung will Ölkonsum senken
OPEC baut Förderkapazitäten aus

Unsere Heizölpreise zeigen einen echten Preisrückgang. Auch wenn dieser nicht sensationell ist, ist er angesichts der Preisentwicklung der letzten Zeit bemerkenswert. Diesen als Beginn einer nennenswerten Abwärtsbewegung anzusehen, ist momentan allerdings abwegig. Verbraucher sollten ihr Interesse weiterhin auf das Energiesparen konzentrieren. Von dort sind größere Erfolge für den geplagten Geldbeutel zu erwarten als von der Ölpreisfront. Hilfreich und zukunftsweisend ist in jedem Fall eine genaue Analyse der eigenen Verbrauchssituation. Mit esytrol ist diese sogar kostenlos zu haben.

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