Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Steigende Ölabstinenz in den USA

Die Wohlfühltage für Ölbroker sind schon vorüber. Dem durch die US-Zinssenkung unterstützten Auftrieb der Ölpreise folgte gestern bereits die Ernüchterung. Die Preise fügen sich ihrem übergeordneten Trend. Sie fallen. Das US-Energieministerium stellte fest, dass der inländische Ölverbrauch im August ein Siebenjahrestief erreicht hat. Die OPEC will den schlechten Aussichten mit einem altbekannten Instrument begegnen. Die Notierungen sollen in einem Preisband geregelt werden. Unterschreitet der Preis die untere Grenze, wird die Liefermenge automatisch gedrosselt. Überschreitet der Preis die obere Grenze, wird die Liefermeng angehoben. Was sich theoretisch sinnvoll anhört, hat in der Praxis nie richtig funktioniert. Dessen ungeachtet diskutiert man, ob die Grenzen auf 70 und 90 Dollar pro Barrel oder auf 80 und 100 Dollar pro Barrel festgelegt werden sollen. Aus den USA sind unter dessen Forderungen nach einer weiteren Zinssenkung zu vernehmen. Das wäre dann beim aktuellen Zinssatz von einem Prozent das letzte Aufgebot. Der Dollar zog gestern an. Er setzt seinen Aufwärtstrend fort. Noch verhindern die kurzfristig gut anmutenden Anlagemöglichkeiten in den Aktienmärkten einen starken Strom zurück in die US-Währung.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC sucht Kürzungswillige im Nicht-OPEC-Lager
OPEC will Liefermengen weiter kürzen.
Schäden durch Ike werden Ölversorgung lange beeinflussen
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC-Kürzung war ungenügend
Sinkende Konjunktur und Rezessionsängste
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
Chinas Nachfrage wächst deutlich langsamer
Charttechnik: Ölpreis im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise geben leicht nach. Insgesamt bewegen sie sich seit zwei Wochen seitwärts. Der Weltmarkt folgte in dieser Zeit einem Abwärtstrend. Die Diskrepanz ist Folge eines Nachfragebooms im Binnenmarkt. Der wird mit erhöhten Gewinnmargen der Ölindustrie geregelt. Die Dämpfung des Booms war dürftig. Der Effekt auf die Unternehmensgewinne dürfte großartig sein. Wir empfehlen potenziellen Heizölkäufern weiterhin Zurückhaltung. Nach unserer Einschätzung steht in den nächsten Wochen keine Preissteigerung an. Wahrscheinlicher ist, dass die Preise nachgeben werden. Verfolgen kann man das übrigens auch per Email mit unserem Tool

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