Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Stimmungswandel

Trotz der anhaltenden Spannung in Nigeria sinken die Ölpreise. In New York wurden die Freitags-Verluste gestern bestätigt und ausgebaut. Charttechnisch ergibt sich nun ein Bild, das Hoffnung auf fallende Preise aufkeimen lässt. Der Dollar präsentiert sich wieder sehr stark.

Es gibt neue Hoffnung, dass der Streik in Nigeria beendet wird. Die Regierung wird alles daran setzen, vor dem Bush-Besuch am kommenden Wochenende Ruhe auf den Straßen zu haben. Das war in den vergangenen Tagen nicht der Fall. Polizisten gaben Warnschüsse ab, als aufgebrachte Mengen Reifen anzündeten und Autos demolierten.

Nachdem die Regierung die Benzinpreise um 50% angehoben hatte, brachen die Unruhen los. Aktiv werden sie hauptsächlich aus den Reihen der Angestellten-Gewerkschaften unterstützt. Die Ölproduktion Nigerias wurde bisher nicht in die Aktionen einbezogen. Das aber ist die Furcht der Ölmärkte und der Grund für die jüngsten Preissteigerungen an den Weltmärkten.

Obwohl Nigeria der größte Ölproduzent Afrikas ist, hat das Land keine ausreichenden Raffineriekapazitäten für die eigene Benzinversorgung. Das importierte Benzin wird subventioniert. Die Regierung möchte die Staatsausgaben für Benzin senken und das Geld für die soziale Versorgung des Landes verwenden.

Vor dem vergangenen Wochenende hatte die Regierung die Erhöhungen teilweise zurückgenommen. Danach ergäbe sich eine Preissteigerung von 35%. Der resultierende Preis von 27 Cents pro Liter war dem Führer des Nationalen Arbeitkongresses Adams Oshiomole noch zu hoch. Der Streit und der Streik gehen jetzt um das Ziel 25 Cents pro Liter.

Trotz des schwelenden Konflikts gaben die Preise am Weltmarkt nach. Dabei bildete sich eine hoffnungsvolle Konstellation in einigen Preischarts heraus. Widerstandslinien konnten nicht nach oben durchbrochen werden. Die nun vorliegenden Doppeltops werden von Charttechnikern als Signal für fallende Kurse angesehen.

In Europa würde sich ein Preisrückgang allerdings kaum bemerkbar machen, da der Dollar gleichzeitig seinen Höhenflug fortsetzt. Damit werden Preiserleichterungen vom Rohöl annulliert.

Heute Morgen steht der Gasölpreis unwesentlich tiefer als gestern Abend. Es herrscht annähernd Stillstand. Zur Stunde kostet Gasöl 230,75$ pro Tonne.

Unsere Heizölpreise bewegen sich ebenfalls so gut wie überhaupt nicht. Angesichts des erstarkenden Dollars erwarten wir trotz eventueller Preisrückgänge an den Weltmärkten keine nennenswerten Veränderungen der Heizölpreise. Auf Grund der momentan geringen Nachfrage könnten allenfalls leichte inländische Effekte für etwas Preisdruck sorgen. Heizöl ist im Jahresvergleich weiterhin billig. Ein Kauf zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist empfehlenswert.

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