Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Strategische Reserven werden freigegeben

Gustav ist Geschichte. Es bleibt für den Ölmarkt die kleine Randnotiz, dass wegen Behinderungen der Ölinfrastruktur 250.000 Barrel Rohöl aus den strategischen Reserven der USA freigegeben werden. Dies ist aber ein administrativer und rein organisatorischer Akt, der kaum Einfluss auf die Preisbildung hat. Die Ölpreise machten gestern allerdings eine beachtliche Achterbahnfahrt. Zunächst fielen die Notierungen, gedrückt von der geringeren US-Nachfrage, von der Entspannung zwischen EU und Russland und vom glimpflichen Verlauf von Gustavs Landung. Dann schlug die Charttechnik wieder zu. Der Markt galt als überverkauft und der folgende Anstieg egalisierte die Kursverluste des Tages. Wir nehmen dies als erneutes Zeichen für unsere Ansicht, dass es trotz des Abwanderns von Spekulanten in andere Märkte noch genügend Menschen gibt, die Gewehr bei Fuß stehen, wenn es mit dem Ölpreis in Richtung 100 Dollar-Marke geht. Ein heißer Tanz steht uns bevor und wie lange die Musik spielt, kann bis jetzt keiner sagen. Der Dollar legt noch mal zu. Er profitiert vom Zuwachs des Engagements in den Dollar.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC diskutiert Ausstoßkürzung
Preisprognose von Goldman Sachs
Kaukasuskonflikt
Nachwehen vom Hurrikan Gustav
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
Produktionskosten steigen rasant
Chinas Nachfrage wächst weiter
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sinkende US-Konjunktur bringt Nachfragerückgang
Rückgang der OECD-Nachfrage
Weltwirtschaft kühlt sich ab
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
China setzt Inlandspreise für Ölprodukte herauf
Steigender Dollarkurs

Unsere Heizölpreise ziehen leicht an. Der Seitwärtstrend bleibt erhalten. Die Preise können für dieses Jahr wieder als günstig bezeichnet werden. Ein weiterer Fall der Ölpreise wird mit einem Anstieg des Dollars einhergehen, sodass der deutsche Verbraucher wenig davon erleben wird. Generell laufen die Preise auf einem höheren Niveau als in den Jahren zuvor. Wer regelmäßig, aktuell, automatisch und gratis informiert werden will, sollte unseren Preisalarm nutzen.

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