Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Streik in Frankreichs Raffinerien zeigt Wirkung

Während die Rohölnotierungen noch leicht fallen, ziehen die Heizöl- und Benzinnotierungen deutlich an. Als Grund wird der Streik bei Total genannt. Die Gesellschaft betreibt in Frankreich die Hälfte aller Raffinerien. Diese sind mittlerweile zum größten Teil stillgelegt. Angesichts der ohnehin knappen Raffineriekapazitäten weltweit reagierte der Markt gestern heftig auf die sich ausweitende Streiklage. Es sieht so aus, als folge nun doch eine spürbare Gegenbewegung zu den gefallenen Preise der letzten Wochen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Streik in französischen Raffinerien weit sich aus
Raffineriekapazitäten knapp
Sorge über Produktengpässe im vierten Quartal
Chinas Nachfrage wächst weiter
Terrorgefahren im Irak und in Saudi Arabien

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Hohe US-Rohölvorräte
Hohe Vorräte der OECD-Länder
OPEC pumpt knapp 30 Mio. Barrel pro Tag
Wachsende Reservekapazitäten

Unsere Heizölpreise steigen kräftig. Sie folgen dem Weltmarkt für Gasöl. Die Entwicklung kommt überraschend, da eine erwartete Gegenbewegung gerade abgewehrt wurde. Nun scheint sie sich doch Bahn zu brechen. Die Konstellation der zeitlich unterschiedlichen Trends signalisiert mittelfristig runter, langfristig rauf. Da wir Zweifel am Potential der Abwärtsbewegung haben, scheint uns nach wie vor ein Kauf zumindest als Teilmenge ratsam. Das wäre der Kompromiss für alle Verbraucher, die nicht all zu hoch spekulieren wollen. Spekulatives Hoffen hat die Mehrheit im vergangenen Jahr ordentlich Geld gekostet.

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