Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Stressmacher am Werk

Ruhig ist der Markt und das Umfeld tobt. Ölangebot und Nachfrage passen gut bis sehr gut zusammen. An Mangel leidet kein Kunde. In Europa ist es allerdings nicht so leicht an Öl zu kommen wie in den USA. Hier gibt es gemessen am Angebot zu viele Käufer. Die kommen aufgrund des Ölboykotts gegen den Iran sogar aus Asien, um sich ersatzweise aus der Nordsee zu bedienen. Die ist dem Ansturm kaum gewachsen, zumal einige Ölanlagen dort im Wartungszyklus stecken. Dennoch ist der globale Ölmarkt derzeit beruhigend versorgt. Von Beruhigung kann man an anderen Stellen nur träumen. Israel macht mächtig Stress wegen des iranischen Atomprogramms. Die Staatsführung würde lieber heute als morgen Bomber schicken. Der Zweck ist dabei unklar, denn zielgerichteten Schaden können die gar nicht anrichten. Dazu sind die Atomanlagen unter der Erde zu gut geschützt. Niemand wird irgendein Land auf der Erde daran hindern können, Atombomben zu bauen, wenn es das wirklich will. Ob dieses Einsehen tatsächlich fehlt oder ob Israels Netanjahu mit dem Stress Wahlkampf in den USA macht, erschließt sich nicht. Den Ölpreisen ist er jedenfalls nicht dienlich. Die haben dadurch zuviel bullischen Rückenwind. Den haben sie aufgrund der Dauerhilfen für das Geld- und Finanzsystem ohnehin schon seit Jahren. So wird der Preisanstieg also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weitergehen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Stützungsaktionen von Politik und Notenbanken erwartet
Kalter Krieg um iranisches Atomprogramm wird heißer
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Nordseeölanlagen im Wartungszyklus
Zu viele Ölkäufer in Europa
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schwache Konjunkturaussichten
IEA senkt Prognosen zur Ölnachfrage
Schuldenkrise in Europa
OPEC produziert noch über Quote
Hohe Ölbestände weltweit (noch)
China importiert Öl aus dem Iran

Unsere Heizölpreise bleiben unbewegt. Damit stehen sie besser da als die Ölpreise am Weltmarkt. Die gar nicht mehr stattfindende Binnennachfrage hält sie fest. Das wird nur kurze Zeit möglich sein. In Kürze dürften die Heizölpreise wieder steigen. Zuvor könnte ein Minirückgang kommen. Der deutet sich in der Charttechnik und in den Bestandsdaten aus den USA an. Seine Wirkung würde kaum der Rede wert sein. Wer genug Öl im Tank hat, könnte auf einen Preiseinbruch nach Erreichen eines neuen Hochs am Weltmarkt setzen. Wem der Vorrat den langen Atem nicht erlaubt, bleibt nichts anderes übrig, als zu kaufen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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