Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Strohfeuer ausgebrannt

In der letzten Woche stiegen die Preise. Reduzierte Benzinbestände und eine gegenüber dem Vorjahresauftakt gestiegene Nachfrage in den USA sowie spürbare OPEC-Kürzungen ließen Spekulanten kurzzeitig frohlocken. Erwartungsgemäß wurden sie aber schnell von der Realität eingeholt. Die schafft es, die Superlative der Finanz- und Wirtschaftkrise zu steigern. Dagegen helfen keine bullischen Nachrichten aus dem Ölmarkt. Die OPEC ist machtlos. Selbst die Warnung von IEA-Chef Nobuo Tanaka vor Ölengpässen und neuen Preisexzessen im Falle eines Wiederauflebens der Wirtschaft kann den Preis nicht stützen. Die kurz- und mittelfristigen Fundamentals des Ölmarkts sind bärisch. Aus charttechnischer Sicht ist der Zenit des kurzen Ölpreisanstiegs ebenfalls überschritten. In den nächsten Tagen dürften die Preise fallen. Insgesamt rechnen wir mit einer Seitwärtsbewegung, die ihre Mittellinie im Bereich 35-40 Dollar pro Barrel haben wird. Den Dollar sehen wir in einen Aufwärtstrend übergehen. Die Flucht aus den Aktien- und Rohstoffmärkten treibt das glücklose Geld in die US-Währung.

preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Benzinverbrauch gestiegen
US-Benzinbestände gefallen
OPEC Exporte gefallen
Saudi Arabien zu weiteren Kürzungen bereit
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Enttäuschung über US-Stimulusprogramm
Weltweite Nachfrage sinkt
Realisierung der OPEC-Kürzung zweifelhaft
Globale Rezession
Sogar Chinas Wirtschaft geht in die Knie
Goldman & Sachs prognostiziert 27 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise geben wieder nach. Der kurze Anstieg scheint beendet zu sein. Nach unserer Einschätzung werden die Preise in der nächsten Zeit seitwärts tendieren. Dabei könnten durchaus neue Jahrestiefstände markiert werden. Die Nachfrage geht zurück. Einbrechen wird sie vermutlich nicht, da der kalte Winter ordentliche Löcher in die Bestände gerissen hat. Attraktive Preise rufen immer wieder Käufer in den Markt. Trotz der nicht endenden Nachfrage sollten sich die Lieferzeiten nun auch in den letzten Regionen normalisieren und der geringe Rest von Margenüberhöhung sollte verschwinden. Auch wenn die Preise freundlich sind, ist es dringend angeraten, sich um eine weniger energieintensive Zukunft zu kümmern. Verbrauchssenkung ist angesagt. Schauen Sie hierzu mal auf www.esytrol.com.

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