Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Sturm und Drang

Im Oman gilt der Zyklon Gonu als der schwerste Sturm seit 60 Jahren. Die Ölanlagen überstanden ihn bisher schadlos. In Saudi Arabien werden keine nennenswerten Auswirkungen erwartet. Gleichwohl hat er die Bullen an den Börsen auf Trab gebracht. Bei Laune gehalten werden sie durch den unerschütterlichen Drang Teherans, den Urankreislauf für die Nutzung der Atomenergie aus eigener Kraft zu schließen. Spekulanten rütteln an den Festen des Seitwärtstrends. Die aktuellen Chartkonstellationen geben ernsten Grund zur Sorge über die weitere Preisentwicklung. Der Dollar setzt seine Gegenbewegung zum moderaten Aufwärtstrend fort. Der Kursrückgang wurde von skeptischen Äußerungen des FED-Chefs zur US-Wirtschaft ausgelöst.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Wirbelsturm im Persischen Golf
Negative Hurrikanprognosen für die USA
Atomstreit mit dem Iran und Sanktionen
Raffinerieprobleme in den USA
EIA erhöht Nachfrageprognose

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Benzinnachfrage könnte sinken
Bestandsaufbau in den USA erwartet
Hohes Rohölangebot in den USA
USA und Iran verhandeln über Irak
Nigeria wird stillgelegtes Ölfeld im Juni reaktivieren

Unsere Heizölpreise kämpfen erneut am Limit zum Aufwärtstrend. Sturm und Drang kommen vom Weltmarkt. Der Binnenmarkt befindet sich in einer Reanimationsphase. Groß sind die Lebenszeichen noch nicht. Daher sind die Preise immer noch um einen auskömmlichen Margenanteil reduziert. Das wird sich ändern, sobald Leben in den Markt zurückgekehrt ist. Bis dahin könnten die Vorgaben des Weltmarkts allerdings für deutlich mehr Preisauftrieb gesorgt haben, wenn sich die Bullen durchsetzen sollten. Heute besteht die Chance, dass sie im Fall positiver US-Bestandsdaten einen Dämpfer bekommen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen