Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Talfahrt wird zur Schlitterpartie

Die Enttäuschung über die am Mittwoch bekannt gewordene Entscheidung der Fed, den Leitzins nicht zu senken, ist größer als zunächst erwartet. Der Trost in Form der verlängerten "Operation Twist" hat nicht lange anhalten können. So waren die Börsendaten am Ende des gestrigen Tages erneut negativ. Auch die Hoffnung auf einen stabileren Euro wurden spätestens gegen Mittag enttäuscht, er verliert gegenüber dem Dollar weiter an Wert. Die Augen der Finanzszene sind jetzt auf die Europäische Zentralbank gerichtet. Nach den Hilfsankündigungen des IWF und der Fed in den letzten Tagen wird nun auch auf unterstützende Maßnahmen von europäischer Seite gezählt, die die Geldpolitik auf dem Kontinent weiter lockern sollen. Es wird gemunkelt, der Leitzins der europäischen Währung solle in den ersten Julitagen herabgesetzt werden. Was im Augenblick noch keiner vorhersagen kann ist, wie tief die Ölpreise bis dahin noch in den Keller rutschen. Die seit März anhaltende Talfahrt geriet gestern zwar zwischenzeitlich ins Schlittern, am Ende des Tages war aber wieder deutlich, dass der Weg dabei zunächst weiter nach unten führt. Neue bullische Impulse bleiben aus. Stattdessen stuft die Ratingagentur Moody's über Nacht die Kreditwürdigkeit von fünfzehn internationalen Großbanken herab, was ein weiterer Grund für die schlechte Stimmung der Börsianer ist. Wer auf fallende Preise setzt, hat also nach wie vor wenig Anlass seine Prognosen zu korrigieren, und kann sich auf der Fahrt in den Urlaub über niedrige Benzinpreise freuen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Verhandlungen um iranisches Atomprogramm gescheitert
China importiert so viel Öl wie nie zuvor
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Verbrauch auf 15-Jahres-Tief
US-Produktion auf 14-Jahres-Hoch
US-Rohölvorräte auf 22-Jahres-Hoch
Hohe Ölbestände weltweit
Schuldenkrise in den alten Industrieländern
Schuldentragödie in Spanien
Moody's stuft 15 Großbanken herab

Unsere Heizölpreise schlittern immer tiefer und immer schneller bergab (siehe hier). Verantwortlich für diese Talfahrt war gestern die anhaltende Enttäuschung über die Entscheidung der Fed. Die Nachfrage an Heizöl beträgt zurzeit ein Vielfaches der durchschnittlichen Juniwerte, aber noch scheint der Bedarf der Verbraucher nicht gedeckt. Das Wetter ist gut, und so führen auch die in Süddeutschland immer längeren Lieferzeiten nicht zu signifikanten Preisanstiegen. Ein guter Zeitpunkt, um Heizöl einzukaufen, ist nun allemal erreicht. Wer sich nicht als Spekulant sieht kann jetzt zuschlagen, anstatt weiter auf die Trendwende zu warten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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