Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Teheran will Ärger

Der Iran unternimmt alles, um sich mit der Welt anzulegen. Aktuell provoziert er mit der Inbetriebnahme einer weiteren Anreicherungsanlage für Uran, die ihn der Bombe einen Schritt näher bringt. Die wurde in ein „Ihr könnt sie nicht treffen Versteck“ tief im Gebirge eingegraben. Derartige Sicherungsmaßnahmen sind für militärische Anlagen typisch. Im iranischen Sprachgebrauch handelt es sich um eine medizinische Einrichtung. Der Westen wird zu Handlungen gedrängt, die er eigentlich nicht will und die zumindest für das krisengeplagte Europa zur Unzeit kommen. Am Ölembargo führt kaum noch ein Weg vorbei. Es sieht so aus, als sollte der entsprechende EU-Beschluss tatsächlich vollstreckt werden. In diesem Fall wird er sogar von China, das sich offiziell keinem Embargo anschließt, stillschweigend unterstützt. Das Land, das in der Wahl seiner Öllieferanten grundsätzlich nicht wählerisch ist, hat den Ölbezug aus dem Iran gedrosselt. Die Lage wird sich weiter in der Preisbildung niederschlagen. Der bisherige Anstieg verlief in Gänze im Rahmen des mittelfristigen Seitwärtstrends. Die Gefahr wächst, dass er an der politischen Kompromisslosigkeit eines totalitären Regimes, das über die viertgrößte Ölförderung der Welt verfügt, in einen Aufwärtstrend getrieben wird. Der könnte die globale Ökonomie ins Straucheln bringen. Möglichweise ist genau das der Plan Teherans.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Atomstreit mit dem Iran
Streiks in Nigeria
Freundliche Konjunkturdaten aus den USA
Raffinerieprobleme in Europa
Kraft- und Brennstoffversorgung in Europa unsicher
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen
Ratings wichtiger EU-Länder und Banken vor Herabstufung
EU droht Rezession
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
OPEC und IEA reduzieren Prognosen über Nachfragesteigerung

Unsere Heizölpreise setzen ihren Aufwärtsritt fort. Gestern war nicht der sinkende Euro, sondern der steigende Kurs der Ölpapiere Schuld am Geschehen. Die Lage ist beklagenswert mies. Beide wesentlichen Einflussbereiche, Ölnotierungen und Währungskurse, stehen aus Sicht von Verbrauchern unter Dauerstress. Da kein freundliches Licht in Sicht ist, liegt der totalitäre Zynismus nahe, auf einen globalen Crash als Folge exorbitant steigender Ölpreise zu setzen. Ein empfehlenswerter Umgang mit der Situation ist das allerdings nicht. Die jüngere Geschichte hat gezeigt, dass der frühe Kauf fast immer besser war als das Aussitzen eines Problems. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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