Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Terror macht den Preis

Gestern stieg der Ölpreis mal wieder auf breiter Front. Zum einen beflügelt er sich dabei selbst. Er folgt einem seit April anhaltenden Trend. Zum anderen kommt darin die nach wie vor große Unsicherheit über die politische Lage im Nahen Osten und die Angst vor weiteren Terroranschlägen aus den Reihen von Al Quaida zum Ausdruck. Aus Israel kommen Nachrichten von neuen Selbstmordattacken und aus Washington werden deutliche Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag gemeldet. Unterstützung bekam der Preis darüber hinaus von Raffinerieproblemen in den USA.

Der Preisanstieg ist durchaus erstaunlich, da die Ankündigung Russlands, den Ausstoß wieder zu steigern und damit die Kürzungen vollständig zurückzunehmen, für erheblichen Preisdruck sorgen sollte. Norwegen hat zwar noch nicht angekündigt, Gleiches zu tun. Vielmehr will man erst im Juni darüber entscheiden. Aber die Vermutung liegt nahe, dass man sich schnell der russischen Vorgabe anschließen wird. Und schließlich liegt die Last auf der OPEC, die vor der Expansionslust Russlands kaum durch ein Beibehalten der gekürzten Quoten kapitulieren wird. In Summe besteht also größte Aussicht auf ein baldiges hohes Ölangebot. Die Wirkung dieser Phantasie auf den Preis lässt noch auf sich warten.

Gasöl startet heute etwas unterhalb der 210$-Marke in den Tag. Spekulationen über die neuen Vorratsdaten in den USA werden die Preisbildung im Laufe des Tages beeinflussen.

Unser Heizölpreis bleibt weiter unter dem freundlichen Einfluss des fallenden Dollars. Damit kommt er über seine seitwärts verlaufende Preisbewegung, allerdings auf recht hohem Niveau, nicht hinaus.

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