Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Testballon

Die OPEC solle nach Meinung des Ölministers der Vereinigten Emirate ihren Kürzungsbeschluss für den 1. April aussetzen, damit die Preise auf ein vernünftiges Niveau zurückfinden. Die Preise setzten sich auch umgehend und vehement in die gewünschte Richtung in Bewegung. Doch ehe der Ausverkauf zu einer Massenbewegung wurde, konterten bereits andere OPEC-Minister mit der Feststellung, vor dem 31. März werde gar nichts beschlossen. Die Preise stoppten und suchten wieder Anschluss an den vorherrschenden Trend. Der bekommt in letzter Zeit ein reichhaltiges Nachrichtenfundament, das ihn hochhält.

Einen Vorgeschmack auf das, was den Markt erwartet, wenn das richtige Stichwort gegeben wird, gab die rasante aber am Ende wirkungslose Preisbewegung durchaus. Eine bärische Meldung mit Substanz könnte Wunder wirken. Aber man muss weiter auf so eine Meldung warten.

Auf der anderen Seite türmt sich ein Haufen bullischer Umstände, der durch den Mord am Hamas-Gründer Scheich Ahmed Jassin um ein gewichtiges Argument angereichert wurde. Dieser Tyrannen-Mord, wie ihn die Israelis verstehen, verstärkt die ohnehin große Furcht der westlichen Welt vor Terroraktionen. Die weiteren Preistreiber sind die noch bestätigten Kürzungsabsichten der OPEC, der gigantische Ölbedarf der asiatischen Wachstumsländer, die kritische Benzinversorgung in den USA, die Unruhen in Venezuela, die bullisch eingestellte Fonds mit reichlich Geld und natürlich der Trend selbst.

Das US-Energieministerium rechnet in diesem Jahr mit einer Rekordnachfrage nach Benzin. Sie wird 0,1 Mio. Barrel pro Tag höher erwartet als im letzten Jahr. Die zur Verfügung stehende Raffineriekapazität ist dagegen geschrumpft. Die USA werden noch aggressiver am Weltmarkt einkaufen müssen als bisher. Das wird die Preise unter Dauerstress setzen.

Der Dollar bewegte sich gestern zu unseren Gunsten. Analysten begründen das mit der wachsenden Terrorangst nach der Ermordung des geistigen Hamas-Führers. Terrorängste belasten die US-Währung im Allgemeinen stärker als den Euro.

Der Gasölpreis sank gestern deutlich unter die 300$-Marke. Heute Morgen zieht er aber bereits wieder aufwärts. Zur Stunde kostet die Tonne Gasöl 298$.

Unsere Heizölpreise gaben gestern Abend deutlich nach. Sie befinden sich aber weiterhin in einer für Käufe unattraktiven Zone. Vermutlich werden sie heute bereits wieder anziehen. Daher raten wir Kunden mit einem leeren Tank, schnell ein paar Liter zu ordern. Die aktuellen Preise liegen auf gleichem Niveau wie vor einem Jahr.

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