Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Trendumkehr?

Seit vielen Tagen wird deutlich, dass sich die Ölversorgung in einer angespannten Lage befindet. Normalerweise reagiert der Markt auf solche Umstände mit steigenden Preisen. In der letzten Zeit tat er das nicht. Bedingt durch die im September aufgeblasenen Preise durch George Bushs Kriegslärm um den Irak galt es zunächst die Übertreibung wieder abzubauen. Von geschätzten 7$ Kriegsprämie sind im Laufe der Entspannung um das Thema nun ca. 4$ vernichtet.

Und hier scheint der Markt sein Gleichgewicht mit der neuen Lage zu finden. Plötzlich reagiert er wieder auf Meldungen über Raffinerieausfälle. So geschehen gestern im Zusammenhang mit einem Defekt in einer großen Anlage in Venezuela. Und der Markt nimmt Wetterprognosen über einen kalten Winter in den USA mit steigenden Preisen zur Kenntnis.

Interessanterweise kommt es zu dem Umkehrpunkt in der Preisbewegung genau dort, wo der mittelfristige Abwärtstrend den langfristigen Aufwärtstrend des Ölpreises trifft. Damit besteht die Gefahr, dass sich die Preisentwicklung nun wieder auf einen längeren Marsch nach oben begeben könnte. Wenn dem so wäre, sollte der Anstieg allerdings sehr langsam erfolgen.

Die Hypothese findet Unterstützung in der Entwicklung des Gasölpreises. Der stieg bereits gestern und macht das heute Morgen weiter. Mit 225,50$ pro Tonne ist die Ware fast 2,5% teurer als gestern Früh.

Unser Heizölpreis zieht ebenfalls wieder an. Wenn man sich jetzt eindeckt, kann man nicht sehr viel falsch machen. Zwar könnte man noch darauf spekulieren, dass die oben angesprochene Kriegsprämie weiter abgebaut wird. Doch halten wir die Gefahren eines Preisanstiegs aus den genannten Gründen für deutlich höher als die Möglichkeiten für Preisabschläge.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen