Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Trendwende eingeleitet

Gestern wurde der Weg für fallende Preise geöffnet. Morgen wird sich zeigen, ob er gegangen wird. Ursächlich ist ein Stimmungswandel der Finanzinvestoren. Sie realisieren, dass der Spekulationsbogen, wie zuvor bei US-Immobilien, nun auch im Öl überspannt wurde. Diese Erkenntnis löste eine erste Fluchtwelle mit deutlichen Kursverlusten aus. Unterstützung gab es durch gesenkte Verbrauchsprognosen der IEA (Internationale Energie Agentur) als Folge der hohen Preise und der lahmenden US-Konjunktur. Insbesondere die Heizölkäufer Europas verweigerten den Konsum in spürbarer Weise. Sie benötigen 50 Prozent des Heizöls der OECD-Länder. Die am Donnerstagnachmittag zur Veröffentlichung anstehenden US-Bestandsdaten sind eine Nagelprobe für die Trendwende der Ölpreise. Der Dollar hat sich von der Ölpreisentwicklung abgekoppelt. Er bleibt seinem Abwärtstrend treu.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Raffinerieprobleme in den USA
Skepsis zur Heizölversorgung bei extremen Temperaturen
Türkei droht mit Militäraktion gegen PKK im Irak
USA verschärfen Sanktionen gegen den Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: IEA senkt Verbrauchsprognosen
Saudi Arabien will mehr Öl liefern
Europäer verweigern Heizölkonsum
Sorge über US-Konjunkturentwicklung
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt

Unsere Heizölpreise geben spürbar nach. Die Chance, dass der während des Winters erwartete Preisrückgang jetzt kommt, ist gestern erheblich gestiegen. Morgen wird sich an der Reaktion auf die US-Bestandsdaten zeigen, ob die Preise in die gewünschte Richtung gedrückt werden. Als Richtwert für ein zu erreichendes Minimalniveau sehen wir die diesjährigen August-Preise an.

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