Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Trotz Überproduktion

Eigentlich hatten die Märke den Weg für fallende Preise gewiesen. Über weite Strecken verloren die Notierungen gestern an Wert. Die vor Bekanntgabe der Lagerdaten üblichen Spekulationen gingen nicht von Mangelerscheinungen bei den Vorräten aus. Die Überproduktion von OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten dominierte die allgemeine Stimmung.

Doch am Abend drehte sich das Blatt. Bereits vor der offiziellen Veröffentlichung der API-Daten über die Entwicklung der US-Ölvorräte spürten die Marktteilnehmer, dass sie auf der falschen Seite standen. Sie sorgten nun für steigende Preise. Schließlich wurde diese Haltung in der Nacht durch die neuen API-Daten bestätigt.

Der Rohölvorrat ging danach mit 6,1 Mio. Barrel in der vergangenen Woche stärker zurück als erwartet. Die Lager sind nur noch 1,8% voller als vor 12 Monaten.

Heizöl und Diesel legten um 3,2 Mio. Barrel zur Vorwoche zu und stehen jetzt 11,8% über dem Vorjahreswert.

Benzin verlor mit 2,4 Mio. Barrel ebenfalls mehr als erwartet und steht jetzt 3% unter dem Vorjahreswert.

In der Tat lässt die Relation zum Vorjahr Zweifel an der These der Überproduktion von Öl aufkommen. Andererseits zeigen die Charts der Lagervorräte eine seit Monaten ungewöhnliche Konstanz. Man sollte daher nicht von einem kräftigen Impuls für Preissteigerungen von der Lagerseite ausgehen. Wir können uns vorstellen, dass sich der Markt mal wieder in einer seitwärtsgerichteten Suchphase befindet.

Lediglich Benzin bestätigt durch den neuen Tiefststand zum Vorjahr, dass sich hier Probleme anbahnen könnten. Aber es ist weiterhin zu früh, diese als ernsten Motor für steigende Preise anzusehen.

Entsprechend der neuen Stimmung legte der Gasölpreise heute Morgen in Rotterdam zu. Die Tonne kostet aktuell 208,25$.

Unser Heizölpreis folgt der Vorgabe und steigt. Dabei wird er aller Voraussicht nach nicht die Spanne der vergangenen Wochen überschreiten (siehe 3-Monats-Charts Heizöl).

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