Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


US-Ölmarkt ist überbewertet

Es ist kaum zu glauben. Die Ölnotierungen befinden sich immer noch in dem Abwärtstrend, der Ende April seinen Dienst aufnahm. Zugegeben, die Sichtweise ist formal. Praktischen Nutzen bringt sie Verbrauchern nicht, denn real steigen die Preise. Gemäß der Stimmungslage an den Börsen dürfte das auch weiterhin der Fall sein. Man sucht selektiv nach bullischen Aspekten und bewertet sie höher als die gleichfalls vorhandenen bärischen Einflüsse. Bullisch ist die Erwartung anziehender Konjunkturdaten für die USA. Bärisch ist die fortgesetzte Enttäuschung durch diese Daten nach Erfassung der realen Lage. Bullisch ist der seit mehreren Wochen andauernde Rückgang der US-Ölbestände. Bärisch ist ihr immer noch ungewöhnlich hohes Niveau. Bärisch ist auch, dass demnächst Aufstockungen aus der Freigabe strategischer Reserven erfolgen werden. Abwegig für die Beurteilung des Ölmarkts ist die Fixierung der Finanzszene auf die USA. Die Musik spielt längst in China. Dort werden regelmäßig Nachfrageschübe gemeldet, die über den Erwartungen liegen. Diese Tatsache ist wirklich bullisch. Bärisch wird die gestern ausgesprochene Zinsanhebung in China gewertet, weil die Nachfragesteigerung dadurch gedämpft werden soll. Dass diese Prognose eintritt, ist genauso unwahrscheinlich wie die prognostizierte Steigerung der US-Konjunktur.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Steigende US-Benzinnachfrage
US-Bestande rückläufig
Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Unruhen in der arabischen Welt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudis erhöhen die Förderung
Freigabe von strategischen Ölreserven
Insgesamt hohe US-Bestände
US-Konjunktur läuft nicht wunschgemäß
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen. Sie folgen den Ölnotierungen an den Börsen. Zu allem Überfluss kommt vom Dollar ebenfalls Preisauftrieb. Eine solche Gemengelage ist unüblich. Üblich ist die Gegenläufigkeit der Einflüsse aus Öl- und Dollarnotierungen. Trotz der deutlichen Preissteigerung gilt auch für die Heizölpreise die theoretische Feststellung, dass es noch einen Abwärtstrend gibt. Das ist in den Jahrescharts (Nord, Ost, West, Süd) der jeweiligen Regionen zu erkennen. Für trendfolgende Heizölkäufer gibt es also Anlass, auf bessere Zeiten zu setzen. Die umfassende Gemengelage am Ölmarkt ist allerdings eher bullisch. Sie legt die Rückkehr zum Aufwärtstrend nahe. Wir glauben dem Abwärtstrend nicht mehr. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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