Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


US-Arbeitsmarkt lahm

In der vergangenen Woche fielen die Ölnotierungen soweit, dass sich der seit Mitte April mit starken Ausschlägen behaftete Seitwärtstrend in einen langfristigen Abwärtstrend wandeln könnte. Seit knapp 14 Monaten kannten die Ölpreise fast nur eine Richtung. Und diese Richtung hieß nach oben. Immer wieder wurden sie nach unten korrigiert, aber der nächste Anstieg war immer stärker als der vorhergehende Abstieg. Die US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag halfen erneut, das Preisniveau zu senken. Mit lediglich etwas mehr als 83.000 neuen Stellen ist der Jobmotor der USA kaum angesprungen schon wieder zum Erliegen gekommen. Vorkrisenniveau scheint auf Jahre gesehen nicht zu erreichen zu sein. Es war für die Bullen eine harte Woche. Aber nun beginnt eine Neue. Und wie jede Woche beginnt ein neues Spiel, denn die reale Wirtschaftslage wird zuweilen ignoriert. Wir haben Hurrikansaison im Golf von Mexiko. Der nächste Sturm ist bereits im Kommen. Zusätzlich war der Abstieg der letzten Handelstage so stark, dass normalerweise eine Korrektur erfolgt. Der Dollar hat auch Federn lassen müssen. Er leidet auch unter den trüben Konjunkturaussichten der USA. Diese werden es der US-Notenbank nicht erlauben von der lockeren Geldpolitik abzulassen, so das Kalkül. Das Interesse rückt vom Schuldenberg der Europäer hin zur lahmenden US-Wirtschaft. Der Euro wird heute zu soliden 1,25 Dollar gehandelt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Hurrikanphantasien für die USA
Chinas Nachfrage steigt drastisch
Weltweite Nachfrage steigt moderat
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Spekulation auf harte Hurrikansaison

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Schwache Konjunkturdaten aus den USA
Hohe US-Lagerbestände
Nachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl
Sorge um Stabilität des Finanzsystems

Unsere Heizölpreise sind in der letzten Woche schön gefallen. Heute Morgen stagnieren sie. Der kurzfristige Abwärtstrend kann nur vom Wetter gestoppt werden. Natürlich sind damit nicht unsere sommerlichen Temperaturen gemeint, sondern der Sturm Bonni, der sich anschickt ein Hurrikan im Golf von Mexiko zu werden. Wie diese Wetten ausgehen, ist unvorhersehbar. Die schlechten Konjunkturwerte lassen aber weiter auf fallende Preise hoffen. Beim Pokern um tiefere Heizölpreise darf aber nicht zu lang gezockt werden, weil eine Notbestellung die Einsparungen wieder auffressen könnte. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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