Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


US-Arbeitsmarkt und US-Bestände

Die Aktienmärkte zogen gestern erneut an. Insbesondere die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in den USA deutlich geringer ausgefallen als erwartet. Das beflügelte die Anleger. Die US-Lagerbestände sind leicht gesunken und wurden zunächst ebenfalls preistreibend interpretiert. Obwohl der Dow Jones mit einem Plus von 0,6 Prozent den Handelstag beendete, verlor z.B. das in New York gehandelte Crude Oil 0,9 Prozent. Anlass waren hier Gewinnmitnahmen und eine ambivalente Haltung gegenüber den Bestandsdaten.

Trotz der erhöhten Risikobereitschaft reichte der Abbau der Bestände nicht aus, um eine bedeutende Nachfragesteigerung für die nähere Zukunft zu prognostizieren. Die Fahrsaison ist vorbei und der geringe Abbau gerade beim Benzin war dann Auslöser zu einer Gewinnsicherung, die zu fallenden Notierungen führte. Im einzelnen lauteten die von API (American Petroleum Institute) und DOE (Department of Energy) herausgegebenen Zahlen zur wöchentlichen Veränderung in den US-Tanklagern wie folgt:

Rohöl: -1,9 Mio. Barrel (DOE) bzw. -7,3 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: -0,4 Mio. Barrel (DOE) bzw. +1,3 Mio. Barrel (API)
Benzin: -0,2 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,7 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Abbau von 1,7 (DOE) bzw. 5,3 (API) Mio. Barrel. Die US-Importe sind niedriger als in der Vorwoche und im Vorjahr. Die Raffinerieauslastung ist auf 88 Prozent gestiegen. Die Daten der beiden berichtenden Organe wurden als eher bullisch bewertet und hatten nur einen geringen Einfluss auf die Preisbildung. Die Unsicherheit über die geringe Nachfrage ist aufgrund der historisch hohen Ölvorräte geblieben.

Heute Morgen bleiben die Ölpreise noch am Boden, haben aber einen leichten Zug wieder zu steigen. Die Tonne Gasöl kostet 653,00 Dollar. Das Barrel Rohöl kostet in New York 75,10 Dollar. Der US-Dollar wird zu 78,82 Eurocent gehandelt.

Unsere Heizölpreise konnten sich kurzzeitig entspannen. Die Ölnotierungen gaben die Richtung vor. Langsam verlängern sich im Inland die Lieferzeiten. Der Heizölmarkt zog in den letzten Wochen gehörig an. Bitte beachten Sie auch dies bei Ihrem Heizölkauf. Die Chance auf stark tiefere Preise ist gering. Die Hoffnung auf ein Wirtschaftswachstum mit höherem Ölverbrauch ist immer noch stark vertreten. Durch den Ausgleichseffekt zwischen Ölnotierungen und Dollarentwicklung sind keine großen Sprünge bei den Heizölpreisen zu erwarten. Man kann davon ausgehen, dass sich dieser Umstand sobald nicht ändern wird. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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