Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


US-Arbeitsmarktdaten

Am Freitag ging es mit den Ölpreisen weiter wie zuvor. Die US-Arbeitsmarktdaten fielen besser aus als erwartet. Statt einem Stellenabbau von über 110.000 Stellen waren es am Ende nur etwas mehr als 11.000 Stellen, die abgebaut wurden. Nun hat uns die letzte Woche zwei stark divergierende Signale mit auf den Weg gegeben. Auf der einen Seite sind die US-Lagerbestände unerwartet stark gestiegen und auf der anderen Seite sind die Stellen am US-Arbeitsmarkt weniger stark reduziert worden. An den Börsen werden Erwartungen gehandelt. Und diese Erwartungen von der Wirtschaftsentwicklung fielen dem entsprechend unterschiedlich aus und gingen von tief betrübt bis euphorisch hoffnungsvoll. Mit der Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten stiegen die Ölpreise um fast zwei Dollar, um dann im weiteren Verlauf wieder knapp drei Dollar abzugeben. Das nennt man dann Gewinnmitnahmen. Derweil liefen die Vorbereitungen für den Klimagipfel in Kopenhagen auf Hochtouren. Die Stimmung in Deutschland drückt sich durch die Presselandschaft am besten mit dem Satz aus: „Selbst ist der Mann.“ Es gibt wohl keine Zeitung, deren Redaktion nicht die Weisheit mit Löffeln gegessen hat oder gar gleich die Rettung des Weltklimas selber leistet. Viele Vorschläge sind zwar richtig, in der Gesamtdarstellung aber unglaublich naiv. Naiv wäre es auch das nächste Treffen der OPEC als Einflussfaktor für die Ölpreisentwicklung zu nennen. An den Quoten wird sich nichts ändern, an der Quotendisziplin auch nicht. Mittelfristig werden die Preise weiter durch ein Überangebot belastet werden.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen höheren Ölpreis
Atomstreit mit dem Iran
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Dollar in Abwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Heizölschwemme
Öllager randvoll
Schwache Nachfrage weltweit
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis
Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung

Unsere Heizölpreise gehen weiter zurück. Die Finanzbranche hat den Ölmarkt voll im Griff. Es fehlen aber die wirklich großen Richtungsimpulse. Daher schlagen die Preise stark nach oben wie nach unten aus, ohne dass sich viel ändert. Zusammenfassend müssen das starke Angebot und die schwache Nachfrage als Erklärung für den Preisabstieg seit Mitte Oktober herhalten. Die Ölpreise werden auch auf Grund der relativ hohen Temperaturen weiter nachgeben. Aber Vorsicht, die Finanzbranche hat ein Interesse an steigende Preise. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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