Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


US-Börsen weiter im Taumel

Die letzte Woche war zunächst von einer Rückkehr in den langfristigen Aufwärtstrend geprägt. Dann aber wurden mit einer panikartigen Wucht die Aktienkurse und die Ölpreise nach unten gezogen. Auslöser waren schlechte Konjunkturaussichten. Die Angst, der US-Arbeitsmarkt und mit ihm die US-Wirtschaft werden sich doch nicht so schnell wie erhofft erholen, machte die Runde und zeigte Wirkung. Diese Woche werden weitere Verkaufsaktionen erwartet. Am Freitag enttäuschten erneut die US-Arbeitsmarktzahlen. Diese Woche stehen weitere Quartalszahlen einiger wichtiger US-Unternehmen an. Das kann noch einmal für Unruhe sorgen. Der Iran hat am Wochenende auf der Sicherheitskonferenz in München keinen konstruktiven Beitrag geleistet. Zunächst war der iranische Außenminister überraschend vorbei gekommen. Er hat dann aber nur die üblichen Floskeln von sich gegeben. Das sorgte für Enttäuschung bis Wut bei den westlichen Vertretern. Währenddessen hat der iranische Präsident Ahmadinedschad dann auch gleich noch für eine weitere Eskalation gesorgt, indem er die Losung ausgab, dass Uran nun doch im Iran angereichert werden solle, sofern die internationale Staatengemeinschaft sich nicht bewege. Nun, wir werden uns wohl mit einem Iran abfinden müssen, der über ein aktives Atomprogramm verfügt. Was immer dies tatsächlich bedeuten soll. Die Flucht der Börsianer geht hiervon unberührt weiter in den Dollar. Der Euro kostet zur Stunde nur noch etwas mehr als 1,36 Dollar. Die Furcht vor Währungsproblemen auf Grund der Finanzprobleme einiger Euro-Staaten war hier ausschlaggebend.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen höheren Ölpreis
Kaltwetterprognose für die USA
China steigert Ölnachfrage deutlich
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA
Sorge um Stabilität des Finanzsystems
OPEC liefert zuviel Öl
Heizölschwemme
Schwache Nachfrage weltweit
Obama will Banken regulieren
China vor Zinsanhebung zur Dämpfung der Konjunktur
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis

Unsere Heizölpreise fallen weiter. Dies ist durch die Kursverluste an den internationalen Börsen möglich. Leider wird der Abgang durch den starken Dollar gedämpft. Dennoch sind die Aussichten auf tiefere Heizölpreise gut. Wegen der Wucht des Abgangs könnte aber eine Gegenreaktion auf uns warten. Der spekulativ eingestellte Verbraucher sollte warten. Alle anderen können den Börsenverlust der letzten Zeit als eigenen Gewinn einstreichen. Gefahr droht nach wie vor von der Finanzbranche, die mit einer Rettungsaktion der schwächelnden Euro-Länder wieder frisches Geld bekäme. Denn eines sollte jedem klar sein. Das Geld, das Griechenland gegeben wird, muss dieses den Banken geben, bei denen es verschuldet ist. So können wieder einmal die Banken einem risikolosen Geschäftsmodell der Geldvermehrung nachgehen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir das kostenlose www.esytrol.com.

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