Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


US-Benzinbestände drücken auf die Ölpreise

Am gestrigen Mittwoch wurden die US-Lagerdaten veröffentlicht. Mit Veröffentlichung sanken die Notierungen wieder einmal unter die 70-Dollar-Marke. Als Grund hierfür werden die hohen Benzinbestände genannt. Das passt in die nahezu historisch hohen Gesamtbestände. Außerdem läuft die OPEC immer noch hinter ihrem letzten Kürzungsbeschluss hinterher. Dieser wird nicht zur Gänze eingehalten. Das heißt, die OPEC-Staaten exportieren mehr Öl als untereinander vereinbart wurde. Zur Ölschwemme trägt auch der Ehrgeiz Russlands bei. Russland ist größter Ölexporteur der Welt. Es steht damit vor Saudi Arabien und hat neuerlich durch die Inbetriebnahme des Vankor-Ölfeldes zum ersten Mal die 10 Mill. Barrel Grenze überschritten. So baut Russland seine Position als Nummer 1 im internationalen Ölgeschäft weiter aus.
Die Aktienmärkte verliefen gestern ebenfalls schwach. Die bevorstehenden Geschäftsberichte besorgen bereits im Vorfeld die Anleger. Einigen geht der Mut verloren. Sie suchen das Weite. Anlagemöglichkeiten sind zurzeit rar. Auch der Dollar gibt wenig her. Er kommt weiter unter Druck. Die australische Notenbank vollzieht die Abkehr von der Niedrigzinspolitik der Krisenzeit. Auch die FED kommt langsam unter Zugzwang. Der Euro kostet heute Morgen feste 1,47 Dollar.
Die gemeldeten, aktuellen US-Bestandsdaten, die uns den Preisrutsch brachten, müssen auch im Lichte der letzten EIA (US-Energieministerium) Prognose für das laufende Jahr gesehen werden. Es rechnet im 4. Quartal mit einem Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr für die USA von minus 1,7 Prozent und weltweit von plus 0,5 Prozent. Die Bestandsdaten von DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) legten Daten zur wöchentlichen Veränderung vor, die eine Zunahme bzw. eine Abnahme der Bestände zeigen. Die Daten sind uneinheitlich. Das stärkere Gewicht wird aber auf die Daten des DOE gelegt:

Rohöl: -1,0 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,2 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +0,7 Mio. Barrel (DOE) bzw. -2,9 Mio. Barrel (API)
Benzin: +2,9 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,5 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Aufbau von 2,6 (DOE) bzw. ein Abbau von -2,4 (API) Mio. Barrel. Die Importe sind etwas höher als in der Vorwoche und geringer als im Vorjahr. Die Raffinerieverfügbarkeit ist auf 85 Prozent gestiegen.

Heute Morgen ziehen die Preise bereits wieder etwas an. Die Tonne Gasöl kostet 556,00 Dollar. Das Barrel Rohöl kostet in New York 70,33 Dollar.

Unsere Heizölpreise fielen gestern mit den Ölnotierungen. Die Frachten für den Transport von Mineralölprodukten auf den Wasserstraßen sind weiterhin hoch. Das führt zu einer schlechteren Preissituation im Süden des Landes. Wir gehen davon aus, dass sich die Heizölpreise trotz spekulativer Auf- und Abschläge in nächster Zeit nicht großartig verändern. Mittelfristig können niedrigere Preise erzielt werden. Prognosen von Analysten sagen aber auch einen höheren Ölpreis bis Jahresende als heute voraus. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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