Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


US-Handelsdefizit und Euro

Die USA und China warten in den aktuellen Konjunkturdaten mit größeren Außenhandelsdefiziten als erwartet wurde auf. Dies schwächte die Aktienbörsen und den Ölmarkt. Zusätzlich verlor der Euro weiter an Wert und die relative Stärke des Dollar führte zu weiterem Verkaufsdruck bei den Ölkontrakten. Auch Spaniens Bonität wurde nun, nach der Griechenlands, von der Ratingagentur Moody’s herabgestuft. Zwar wird der Kapitalbedarf in Spanien als gering bezeichnet und damit wird das Ereignis herunter gespielt, aber die Devisenmärkte reagierten nervös. Die Bundesregierung bittet mal wieder um Bedenkzeit. Erst in zwei Wochen soll entschieden werden, was mit dem Euro-Rettungsschirm geschehen soll. Dass hier nicht bereits Notfallpläne in den Schubladen der entsprechenden Ministerien liegen, ist unwahrscheinlich. Es wird wieder einmal plumpes politisches Kalkül dahinter stecken. Dass die Bundesregierung ungeachtet der bereits gemachten Erfahrungen bei den Landtagswahlen in NRW im Fall Griechenland wieder mehr auf die Termine der Landtagswahlen schaut, als klare Verhältnisse zu schaffen, ist bedenkenswert. Zur Erinnerung: Es stehen im März die Wahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen an. Die internationalen Finanzmärkte interessieren sich aber nicht für die Wahlergebnisse in den Bundesländern, sondern nur für eine zaudernde deutsche Regierung und eine unsichere Europapolitik. Das könnte teuer werden. Heute Morgen geben die Ölpreise im Gegensatz zum Dollar nach. Der deutsche Verbraucher hat von diesen Bewegungen nichts.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Knappheitsgerüchte in Europa
Libyen fällt als Lieferant weitgehend aus
Sorge vor Ausweitung der Unruhen im Nahen Osten
Gute Konjunkturzahlen aus der alten Industriewelt
US-Bestände sinken
Chinas Ölkonsum wächst
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudi Arabien, Kuwait u.a. erhöhen Produktion
IEA hat die Option der Reservemengen
Hohe US-Bestände
Schwache US-Nachfrage

Unsere Heizölpreise legen eine kurze Pause ein. Da bereits im Internet nun auch in Saudi Arabien zu Protesten aufgerufen werden, liegen die nächsten Preiserhöhungen schon in der Luft. Heute und nächste Woche sollen verstärkt Proteste stattfinden. Die Heizölpreise beruhigen sich auf hohem Niveau. Die Unsicherheit beim Euro verhagelt dem deutschen Verbraucher eine ordentliche Gegenbewegung zu den letzten Preissteigerungen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir das kostenlose www.esytrol.com.

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