Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


US-Konjunktur treibt Heizölpreise

Internationaler Markt

Die Ölpreise waren gestern von Konjunkturdaten getrieben. Viel besser als erwartete Nachrichten aus den Bereichen der langlebigen Wirtschaftsgüter und des Verbrauchervertrauens ließen die Ölnotierungen zunächst für die US-Sorte WTI steigen. Dies zog auch die Nordsee-Sorte Brent mit nach oben und endlich konnten sich auch wieder die Charttechniker freuen, denn mit dem Durchbrechen einiger psychologischer Widerstände (Preisniveaus, bei deren Erreichen von einer veränderten Situation ausgegangen wird) schlossen sich automatisierte Käufe an und trieben die Ölnotierungen weiter nach oben. Tatsächlich konnte das Niveau bei Brent nicht gehalten werden, bei WTI schon. Nun wird auf die heutige Veröffentlichung der US-Bestandsdaten gewartet. Diese werden mit einem preistreibenden Einfluss erwartet. Diese Daten werden wöchentlich veröffentlicht und sind regelmäßig Gegenstand von Spekulationen über den weiteren Verlauf der Ölpreise. Für die Heizölpreise hatten die Kursbewegungen nur eine kurze preistreibende Wirkung, weil die Steigerungen im Verlauf des Handelstages zum großen Teil wieder verloren gingen.

Der Euro litt ebenfalls unter den guten Konjunkturdaten aus den USA. Wirklich richtungsweisend waren sie auf dem Devisenmarkt dennoch nicht. Durch die Rede des EZB-Chefs Draghi vom vergangenen Wochenende warten die Marktteilnehmer auf die nächste Ratssitzung am kommenden Donnerstag. Dann soll sich entscheiden, ob die EZB wirklich zu einer expansiven Geldpolitik greifen und vielleicht sogar Anleihen kaufen wird. Sollte die EZB widerstehen, stehen die Chancen gut, dass die letzten Preissteigerungen beim Heizöl wieder wettgemacht werden können. Allerdings steht die Glaubwürdigkeit Draghis auf dem Spiel, sodass wir von einer weiteren Schwächung des Euros ausgehen müssen. Wenn er gegenüber dem Dollar weiter fällt, steigen die Importpreise und damit der Heizölpreis.

Charttechnisch sind die Ölbörsen innerhalb der intakten Abwärtstrends eher preistreibend eingestellt. Dies kommt von den gestern gebrochenen Widerstanden, die zu neuen Aufwärtstests führen können. Insgesamt halten sich die charttechnischen Betrachtungen allerdings die Waage, sodass diese Seite des Handels ohne Gefahren für den Heizölpreis bleiben.

Heute Morgen ziehen die Notierungen an den Ölbörsen leicht an, stehen aber im Vergleich zu Freitagmorgen etwas tiefer. Charttechnisch ist auch noch einiges zu gewinnen. Die Tonne Gasöl kostet 863,75 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 93,90 Dollar und in London zu 102,73 Dollar gehandelt. Der Dollar steht bei 1,3159 Euro .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise klettern weiter vorsichtig aufwärts. Sie befinden sich nun in der Mitte des kurzfristigen leichten Aufwärtstrends. Dabei spielt vor allem die Euro-Schwäche die erste Geige. Die Ölpreise steigen nur leicht und scheinen sich auf niedrigem Niveau zu stabilisieren.

Der Binnenmarkt ist weiterhin belebt. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl signalisiert, dass unsere Kunden durch ihren Kauf beweisen, dass sie den Heizölpreis für sehr gut halten oder zumindest schlimmere Steigerungen für sich ausschließen wollen.

Nur eine kleine Mehrheit unserer Leser geht von fallenden Heizölpreisen aus. Die Einschätzung ist nur sehr selten negativ, sodass der schlechte Wert für fallende Heizölpreise als Misstrauensvotum verstanden werden kann. Wer aber weiter auf Abgang setzt, sollte sich des Risikos der Wette bewusst sein und das Geschehen eng verfolgen. Dabei sollte man die längeren Lieferzeiten berücksichtigen, die mittlerweile durch die starke Nachfrage entstanden sind.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt sich negativ. Das ist wenig verwunderlich. Es zeigt nur dann ein positives Signal, wenn die Heizölpreise in der Vergangenheit schlechter waren. Dafür wiegt der letzte Anstieg zu schwer, als dass unsere Formel ihn unterbewerten könnte.

Der Preistrend weist nur im kurzfristigen Bereich schwach aufwärts. In allen anderen Zeitstufen sind die Abwärtstrends intakt. Der Moment, in dem auch diese kippen und zumindest seitwärts weisen könnten, rückt immer näher. Auch hier deutet sich an, dass die jetzigen Käufer mit ihrer Entscheidung richtig liegen. Sie können sich in jedem Fall freuen, denn die aktuellen Heizölpreise sind wieder deutlich unter denen der letzten drei Jahre. Damit ist die Einsparung in den Heizkosten gegenüber den Vorjahren sicher.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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