Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


US-Rohölpreis eingefangen

Durch den monatlichen Wechsel der Futures für US-Rohöl wurde der ungewöhnlich tief gefallene Preis wieder eingefangen. Mit 43,55 Dollar pro Barrel ist amerikanisches Rohöl nur noch 1,50 Dollar billiger als die Sorte Brent. Zuvor war eine Differenz von zehn Dollar aufgelaufen, die gerade zu absurd wirkte. Die Notierungen befinden sich in einer leichten technischen Gegenreaktion. Fundamental wird diese von einer wohlwollenden Neugier zu den Kürzungsbemühungen der OPEC unterstützt. Wie ernsthaft an der Umsetzung der hohen Drosselungsankündigungen gearbeitet wird, stellt sich erst im nächsten Monat heraus. Die Preisentwicklung des OPEC-Korbs lässt erahnen, dass zumindest Teilmengen reduziert wurden. Längerfristig wird das an der Dominanz der Nachfrage und dem damit verbundenen Preisdruck nichts ändern. Bisher ist dieser Druck hauptsächlich aus dem wegbrechenden Bedarf der USA entstanden. Die anderen großen Volkswirtschaften werden ihre Nachfrageprognosen demnächst wahrscheinlich auch scharf reduzieren. China meldet einen Einbruch des Wirtschaftswachstums von ursprünglich deutlich über neun auf nun gut sechs Prozent. Über die Folgen für die Ölnachfrage wird noch zu sprechen sein. Der Dollar gibt nach einem unerwartet starken Anstieg wieder nach, was zur Prognose einer seitwärts gerichteten Entwicklung passt. Seitwärts wird in naher Zukunft auch für die Ölpreisbewegung erwartet.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Saudi Arabien zu weiteren Kürzungen bereit
OPEC Kürzungen
Kalter Winter auf beiden Seiten des Atlantiks
Gigantisches Konjunkturprogramm für die USA angekündigt
Nullzinsen in den USA
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Weltweite Nachfrage sinkt
Realisierung der OPEC-Kürzung noch zweifelhaft
Oman kündigt Ausstoßerhöhung an
Globale Rezession
Sogar Chinas Wirtschaft geht in die Knie
Goldman & Sachs prognostiziert 30 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise ändern sich wenig. Sie folgen im Wesentlichen einer Seitwärtsbewegung. Die Nachfrage nimmt in diesen Tagen spürbar ab, was zu einer Annäherung der Preise innerhalb Deutschlands führt. Die Ausreißer in einigen Regionen kehren langsam zurück in den großen Trend. Da die Auftragsbücher vieler Händler wegen früherer Bestellungen immer noch voll sind, kommen die Lieferzeiten nicht überall gleichermaßen stark zurück. Wir gehen aber davon aus, dass sich die Rückkehr zur Normalität fortsetzt. Es gibt noch eine rechnerische Preisüberhöhung gegenüber dem Weltmarkt abzuarbeiten. Die sollte spätestens mit steigenden Temperaturen annulliert werden. Wer die Preisentwicklung verfolgen möchte, ohne unsere Website zu konsultieren, kann unseren Preisalarm verwenden.

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