Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


USA baggern um Mitstreiter

Der Iran erweist sich als verlässlicher Stichwortgeber für den Ölmarkt. Auf Zeichen des Entgegenkommens, zuletzt die Einladung von Inspekteuren der IAEA (Internationale Atom Energie Agentur), folgen mit Sicherheit neue Brüskierungen, in diesem Fall Zutrittsverbote zu Atomanlagen. Die Nadelstiche sind bestens geeignet, die USA, die sich als Rädelsführer des Iran-Bashings gerieren, herauszufordern. Sie bemühen sich vehement um weitere Mitstreiter für einen Wirtschaftskrieg, bei dem Öl eine prominente Rolle spielt. Nachdem sie die EU auf Sanktions-Linie gebracht haben, angeln sie derzeit in Ostasien. Von Südkorea haben sie eine Zusage erhalten. Diese wird von dem Kommentar begleitet, dass es schwierig sei, iranisches Öl vollständig zu ersetzen und dass man Ersatz unter anderem aus der Nordsee erwartet. Damit haben die Südkoreaner den Finger in die Wunde gelegt. Die Nordsee ist lange kein Ölgebiet mehr, das eine über die Region hinausgehende Versorgungsaufgabe erfüllen könnte. Die Quellen reichen nicht einmal für den Eigenbedarf. Und so hatte die Finanzszene gestern ihr Thema gefunden. Sie trieb die Ölpreise höher. Ausgenommen wurde US-Rohöl, das derzeit üppig vorhanden ist. Dieses Öl können die USA aus technischen Gründen leider nicht als Ersatz für die zurückzuweisenden iranischen Ölmengen anbieten. In China ist man übrigens der Meinung, dass der Westen taub für sich bietende Gesprächsmöglichkeiten mit dem Iran sei.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Iranisches Öl ist ein Politikum
Ausfälle von Lieferungen aus Nigeria und Sudan
Raffinerieprobleme in Europa
Chinas Ölverbrauch erreicht neues Hoch
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Konjunktur läuft nicht rund
IWF senkt Wachstumsprognose
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Irak uns Venezuela wollen mehr Öl auf den Markt bringen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Der leichte Anstieg der Ölnotierungen schlug nicht bis zum Verbraucher durch. Die Preisbildung im Binnenmarkt unterliegt üblicherweise einer Dämpfung gegenüber dem internationalen Börsengeschehen. Gestern wirkte diese Dämpfung verbraucherfreundlich. Vor möglichen Problemen durch ein Ausbleiben der Produktmengen von den insolventen Petroplus-Raffinerien blieb der Markt bisher verschont. Es herrscht Preisruhe auf relativ hohem Niveau bei relativ tiefen Temperaturen. In diesen Tagen zeigt sich der Winter hierzulande in jeder Beziehung freundlich. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen