Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Und der Gewinner ist …

Der Boulevard feiert Angela Merkel und Nicolas Sarkozy als Bankenbezwinger. Die Finanzbranche feiert sich selbst. Das Ergebnis des EU-Krisengipfels ist aus ihrer Sicht ein guter Deal. Den belohnte sie gestern mit einem ausgelassenen Kursfeuerwerk auf Banktitel. Andere Aktien und Ölnotierungen wurden mitgerissen. Der Euro bekam Flügel. Er vollzog einen historischen Gewinnsprung. Auslöser der Partystimmung war die Einigung auf eine versicherte Wertberichtigung griechischer Staatsanleihen um minus 50 Prozent. Das heißt, Griechenland muss für die Anleihen nur den halben Nennwert zurückzahlen. Den Verlust tragen die Gläubiger. Das sind Banken und Versicherungen. Warum feiern sie den Verlust? Weil er aktuell keiner ist. Die Anleihen wurden am freien Markt zuletzt noch geringer bewertet. Durch die Versicherung auf den halben Nennwert erhöht sich ihr Preis. Für die Differenz kommt der Steuerzahler auf. Außerdem haben sich nichtstaatliche Geschäftsbanken in den letzten Wochen und Monaten in großem Umfang von Griechenlandpapieren befreit. Die befinden sich nun in den Depots von Staatsbanken. Was dort verbrennt, geht ohnehin auf das Konto der Steuerzahler. Das ist prima gelaufen für die Finanzszene. Sie hatte in der Tat allen Grund zu feiern. Versüßt wurde die Sache gestern durch positive Konjunkturdaten aus den USA. Von Dauer wird die Jubelstimmung kaum sein. Die Sorge, dass Bürger die strukturelle Fehlfunktion des Geld- und Finanzsystems begreifen, wächst. Die Zeit der guten Geschäfte scheint sich ihrem Ende zuzuneigen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Freude über Ergebnis des EU-Krisengipfels
Freundliche Konjunkturdaten aus den USA
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Nachfrageprognosen gesenkt
US-Nachfrage sinkt
Libyen baut Produktion rasch wieder auf
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise haben den Anstieg der Ölnotierungen unbeschadet überstanden. Dem Plus von gut zwei Prozent für Gas Oil stand gestern ein etwas größeres Minus des Dollarkurses gegenüber. Deshalb reduzierte sich der Heizölpreis ein wenig. Die Rohölnotierungen stiegen sogar um drei Prozent. Sie sind aber nicht die direkte Basis für die Berechnung der Heizölpreise. Wir hoffen, dass mit dem gestrigen Kursfeuerwerk das Gröbste vorüber ist. Nun sollte die Finanzszene langsam wieder die Zweifel plagen. Deshalb erwarten wir tendenziell eine seitwärtsgerichtete Preisentwicklung für Heizöl. Kleine Auf- und Abgänge gehören in diesem Fall zum Spiel. Wer die Informationen dazu gerne als E-Mail bekommen möchte, sei auf unseren Preiswecker hingewiesen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen