Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Und nun doch

Es war schon kaum zu glauben, aber nun wirbt der deutsche Finanzminister doch für die Hebelwirkung des EFSF. Das muss nicht automatisch für eine höhere Schuldenlast Deutschlands stehen, aber es steht für ein höheres Risiko, dass Zahlungen tatsächlich notwendig werden. Das Verbot von ungedeckten Kreditausfallversicherungen (CDS) auf EU-Ebene passt ins Bild, weil der EFSF durch die Hebel-Konstruktion zu einer gedeckten Kreditausfallversicherung mutiert. Dennoch ist es ein Spiel mit dem Feuer, weil die Gefahr besteht, dass der EFSF als Stabilisator an Glaubwürdigkeit verliert. Das Angebot einer Versicherung macht man ja nur, weil man davon ausgeht, dass klamme Staaten tatsächlich zahlungsunfähig werden. Um Glaubwürdigkeit bemüht sich zurzeit auch die französische Regierung. Ihr droht nun nach den USA auch der Verlust der Bonitätsbestnote AAA. Damit verlöre sie finanziellen Spielraum, weil die Refinanzierung der eigenen Schulden kostspieliger wird. Es bleibt abzuwarten, wie die deutsche Regierung reagiert, wenn Ratingagenturen zu der Einsicht kommen, dass Deutschland sich als Euro-Retter übernommen hat. Der Kurs des Euro konnte durch die Diskussionen jedenfalls nicht stabilisiert werden, sodass der deutsche Heizölverbraucher hieraus keinen Vorteil schlagen konnte. Nachdem gestern die Ölnotierungen einen ruhigen Verlauf nahmen, stiegen sie am Ende des Tages erneut an. Als Gründe wird vor allem die Charttechnik genannt. Kurz, es wird weiter gewettet.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Geldspritze für Europas Banken
Keine schlechten Konjunkturdaten in den USA
Gute Konjunkturdaten aus Europa
Aufstockung des EFSF
US-Bestandsdaten
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Staatsschulden in den alten Industrienationen
Griechenland vor Pleite
US-Konjunktur läuft schlecht
EU-Konjunktur gibt nach
Nachfrageprognosen gesenkt
Weltmarkt gut mit Öl versorgt

Unsere Heizölpreise verändern sich kaum. Regional können Preissprünge wegen erster Lieferengpässe auftreten. Die Lieferzeiten werden regional erhöht. Mit den zunehmenden Lieferengpässen steigen auch die Heizölpreise. Die Regierungen der Euro-Zone geben sich viel Mühe die Finanzmärkte zu beruhigen. Sollte dies gelingen, wären auch höhere Ölnotierungen zu befürchten. Mittelfristig bliebe eine Seitwärtsbewegung der Heizölpreise zu vermerken. Um trotzdem günstige Einkaufsgelegenheiten aufzuspüren, kann unser Preiswecker hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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