Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Und tschüß bis zum März

„Schön dass alle so zufrieden sind. Wir sehen uns in drei Monaten wieder.“ So hätte Jose Botelho de Vasconcelos, amtierender Präsident der OPEC, gestern seine Kollegen Ölminister verabschieden können. Hat er vielleicht auch. Man traf sich, um festzustellen, dass man mit dem derzeitigen Preisniveau außerordentlich zufrieden ist. Die Quoten scheinen gut zu sein. Sie werden nicht verändert. Einen unzufriedenen Ton gab es allerdings doch. Der kam von den Quotentreuen des Kartells und richtete sich an die Mitglieder, die die Quoten überschreiten. Einer dieser Quotenbrecher ist der Iran. Es fällt dem Land offensichtlich auch unter Interessensverbündeten schwer, sich einer gemeinsamen Ordnung zu unterwerfen. Die Überproduktion hat momentan keine nennenswerte Auswirkung auf den Preis. Dass das so bleibt, ist indes nicht gewiss. Noch wird der Preis von Aufschwungphantasien gehalten. Sollten sich diese als Phantastereien herausstellen, kann die Überproduktion unversehens zu einem Absturzkriterium werden. Die Lage ist chaotisch. Kleinigkeiten können der Preisentwicklung eine vollkommen unerwartete Richtung geben. Gleiches gilt für den Dollar. Aktuell weist der Trend beim Öl moderat abwärts und beim Dollar aggressiv aufwärts.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen höheren Ölpreis
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
Atomstreit mit dem Iran
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung
Heizölschwemme
Öllager randvoll
Schwache Nachfrage weltweit
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis

Unsere Heizölpreise halten ihr Niveau. Das wurde durch den starken Dollaranstieg zuletzt auf eine für uns unerwartete Höhe gehievt. Die Grundtendenz der Ölpreise weist abwärts. Diese kann sich im Binnenmarkt wegen der Dollareskapaden aber nicht durchsetzen. Da kein Ende der Währungsrallye in Sicht ist, bleibt für den Preisverlauf der nächsten Wochen nichts Besseres, als einen Seitwärtstrend zu prognostizieren. In den letzten Tagen häufte sich die Zahl der Leersteher. Wir empfehlen Ihnen einen Blick in Ihren Tank. Es wäre ärgerlich, wenn Sie zum Fest kalt säßen. Wir haben übrigens einen elektronischen Peilstab im Programm, mit dem Sie sich Gewissheit über den Tankinhalt verschaffen können. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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