Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Und wieder verliert der Euro

Wie erhofft gaben die Ölnotierungen im späten Handel nach. Die US-Bestandsdaten wurden einhellig als bärisch, d.h. als preisdrückend eingestuft. Leider wurde die Talfahrt des Öls fast gänzlich durch die Verluste des Euros wettgemacht. So bleibt für den deutschen Heizölverbraucher wenig übrig. Die Gefahr, dass die Kursverluste beim Öl immer wieder wegen der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum verpuffen, bleibt erhalten und realisiert sich häufiger als uns lieb ist. Der Finanzbedarf spanischer Banken, aber auch das langsame Vorankommen in Italien sorgten für die schlechte Stimmung im Devisenhandel.

Obwohl die Veröffentlichungen vom DOE (Department of Energy) und vom API (American Petroleum Institute) für den hiesigen Verbraucher nicht den erhofften hatten, bleibt die Nennung der Zahlen unsere wöchentliche Aufgabe. Die Zahlen über die Veränderung in den US-Lagern lauten wie folgt:

Rohöl: +2,2 Mio. Barrel (DOE) bzw. -4,4 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +3,2 Mio. Barrel (DOE) bzw. +5,2 Mio. Barrel (API)
Benzin: +2,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. +3,4 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Aufbau von 9,9 (DOE) bzw. 4,2 (API) Mio. Barrel. Die Raffinerieauslastung stieg auf 85 Prozent. Der deutliche Aufbau der Bestände kam überraschend.

Heute Morgen halten die Preise das Niveau der gestrigen Schlussnotierungen. Die Tonne Gasöl kostet 963,50 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 101,67 Dollar und in London zu 112,58 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 78,23 Eurocent.

Unsere Heizölpreise ziehen an. Sie leiden unter den Verlusten des Euros. Es könnte tatsächlich sein, dass es bei der Mini-Korrektur der Ölpreise, wie bei der Schwäche des Euros bleibt. Potenzial nach unten sehen wir bei Beruhigung des Iran-Konflikts und einer weiteren Stabilisierung des Euros. Allerdings wirken beide Anforderungen aus heutiger Sicht in der kurzfristigen Betrachtung unwahrscheinlich. Deswegen empfehlen wir immer wieder, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs auseinanderzusetzen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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