Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Unruhen im Nahen Osten wiegen schwerer

Gestern kannten die Ölpreise nur eine Richtung. Sie stiegen. Langsam aber stetig wanderten die Ölpreise aufwärts und gingen nahe ihrer Tageshöchstkurse aus dem Handel. Verantwortlich waren hierfür mehrere Geschehnisse. In Japan hofft man auf die Legung einer Stromversorgung für die beschädigten Reaktoren, damit die Kühlsysteme wieder in Betrieb genommen werden können. Währenddessen wurden einige Raffinerien wieder in Betrieb genommen, die nun für einen erhöhten Rohölverbrauch sorgen. Die UN hat eine Flugverbotszone über Libyen beschlossen. Bereits heute Nachmittag könnten die ersten Angriffe auf Einrichtungen der libyschen Luftwaffe erfolgen. Ägypten liefert unbestätigten Meldungen zur Folge Waffen an die libyschen Aufständischen. Diese Entwicklungen lassen auf eine Verlängerung der Kampfhandlungen in Libyen schließen. In Bahrain werden die Kämpfe zwischen Opposition und Regierung immer härter. Die Polizei schießt mit Schrotflinten auf die Demonstranten. Auch in Saudi Arabien wird der Unmut in der Bevölkerung immer größer. Von dort wird aber nur wenig gemeldet. Es ist die Angst, dass es in Saudi Arabien ebenfalls zu Ausschreitungen kommt, die die Ölpreise anziehen lässt. Zudem werden die schiitischen Minderheiten vom Iran und vom Irak unterstützt, so hat z.B. der Iran das gewaltsame Vorgehen in Bahrain und dessen Unterstützung durch Saudi Arabien kritisiert hat. Die Gegenposition für den deutschen Verbraucher nahm der Euro ein und erholte sich ein wenig. Er war in den letzten Tagen durch die Herabstufung der Bonität Spaniens und Portugals, die durch die Ratingagentur Moody’s vorgenommen wurde, geschwächt worden.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Unruhen in Bahrain
Libyen fällt als Lieferant weitgehend aus
Sorge vor Ausweitung der Unruhen in Saudi Arabien
Japan nimmt Raffinerien wieder in Betrieb
Gute Konjunkturzahlen aus der alten Industriewelt
US-Bestände sinken
Chinas Ölkonsum wächst
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Erdbeben und nukleare Katastrophe in Japan
Saudi Arabien, Kuwait u.a. erhöhen Produktion
IEA hat die Option der Reservemengen
Insgesamt hohe US-Bestände
Schwache US-Nachfrage

Unsere Heizölpreise steigen. Sie werden von den internationalen Ölbörsen in die Höhe gezogen. Der Euro kann nur wenig dagegen aufbringen. Die Preisentwicklung bewegt sich zwischen japanischer Katastrophenstimmung mit schlechten Aussichten für die Weltkonjunktur und weiteren Unruhen im Nahen Osten. Im ersten Fall sinkt der weltweite Verbrauch und die Ölpreise fallen. Im zweiten Fall verknappt sich Angebot an Rohöl und die Preise steigen. Wenn man die Mitte nimmt, dann würden die Preise so bleiben, wie sie sind. Allerdings würde man zwei Entwicklungen nicht gerecht werden. Die eine Entwicklung ist die immer noch ungeklärte Schuldenfalle des Euro. Diese verteuert das Heizöl. Die andere Entwicklung ist die weitere Flutung der Finanzmärkte mit billigem Kapital. Damit werden die Kurse nach oben getrieben. Man muss also mehrheitlich immer noch von einer weiteren Verteuerung des Heizöls und der Energieversorgung als solche ausgehen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir das kostenlose www.esytrol.com.

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