Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Unruhen nehmen kein Ende

Äußerungen wie die vom Sohn des Revolutionsführers und Präsidenten Libyens Gaddafi sind Wasser auf den Mühlen der Ölbörsen. Er drohte ausländischen Ölfirmen wegen der anhaltenden Unruhen mit dem Rauswurf. Tatsächlich wird das meiste Öl im arabischen Raum von Staatsfirmen gefördert. Aber auch diese Erkenntnis hilft nicht weiter, wenn die Staatsstrukturen ins Wanken geraten. Heute wird in den USA Presidents Day gefeiert. Das führte am Freitag wieder einmal dazu, dass die Marktteilnehmer ihre Positionen überdacht haben. Denn drei Tage in die Zukunft handeln, ist nicht des Spekulanten Sache. Es führte zu einem wirren Ab und Auf der Ölnotierungen. Am Ende kam wenig dabei heraus. Der schwache Dollar löste die erste Verkaufswelle aus, die dann technisch motiviert verstärkt wurde. Aber die genannten Unruhen im Nahen Osten ließen einen tieferen und nachhaltigeren Fall der Preise nicht zu. So bleibt auch der Ausblick für die folgende Woche trübe. Preisnachlässe sind möglich, aber auf Grund der politischen Spannungen im Nahen Osten bleiben sie eher unwahrscheinlich und ohne große Wirkung. Heute Morgen steigen die Notierungen bereits wieder, während der Euro fällt. Das ist doppelt schlecht für den deutschen Verbraucher.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Unruhen in Nordafrika und im Iran
Chinas Ölkonsum wächst
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Abbau der US-Bestände
Winterliches Heizen

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunkturzahlen
Schwache US-Nachfrage
Hohe US-Bestände
OPEC denkt über Liefererhöhung nach

Unsere Heizölpreise gaben am Freitag ein wenig nach. Heute steigen sie schon wieder. Die Hauptgefahr für den Ölpreis geht zurzeit von den Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten aus. Börsentechnische und spekulative Preisnachlässe sollten genutzt werden, zumindest eine Teilmenge zu bestellen, wenn man weiter auf fallende Energiepreise spekulieren will. Die Wahrscheinlichkeit spricht für ein Halten des hohen Niveaus bzw. einem Steigen der Preise. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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