Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Unverantwortliches Treiben

Über Langeweile und einen Mangel an Handelsgründen können sich Ölbroker in diesen Tagen nicht beklagen. Es ist allerhand los am Markt. Die Preise schwingen im Tagesverlauf flott hin und her. Aus dem physischen Markt kommt allerdings wenig Interessantes. Gehandelt werden Konjunktur, Lockerung der Geldpolitik, Schuldendramen und der kalte Krieg zwischen dem Iran und Israel um das Atomprogramm. Schlechte Konjunkturprognosen mehren sich. Die letzte kommt vom chinesischen Exportgeschäft. Das war im Juli unerwartet eingebrochen. Finanzjongleure wollen wenigsten in China unbändiges Wachstum sehen. Sie haben sich damit arrangiert, dass es in den USA und Europa nicht mehr existiert. Hier setzen sie einfach auf unendliche Hilfen von den Staaten. Lass sie Geld drucken, lautet ihre Devise. Mit jeder unterbotenen Konjunkturprognose sehen sie den Moment näher rücken. Das volkswirtschaftliche Modell, das diese Szene verfolgt, ist eindeutig auf Kollaps angelegt. Es wird unentwegt an der Mehrung von nicht durch die Realwirtschaft gedecktem Geldvermögen gearbeitet. Öl ist eine der wenigen Ressourcen, die den Finanzwahnsinn mit der Realwirtschaft verbindet. Hier schlägt die Inflation durch, die an anderen Stellen vermisst wird. Wenn die aggressive Politik zwischen Israel und dem Iran zu einem heißen Krieg im Nahen Osten wird, schießt der Ölpreis über. Das wäre dann ein möglicher Kollapsmoment. Parallel zu all dem sorgt das Euro-Schuldendrama für einen anhaltenden Wertverlust der Währung.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Stützungsaktionen von Politik und Notenbanken erwartet
Kalter Krieg um iranisches Atomprogramm wird heißer
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Zu viele Ölkäufer in Europa
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schwache Konjunkturaussichten
IEA senkt Prognosen zur Ölnachfrage
Schuldenkrise in Europa
OPEC produziert noch über Quote
Hohe Ölbestände weltweit (noch)
China importiert Öl aus dem Iran

Unsere Heizölpreise befinden sich nahe ihrem Jahreshoch. Sie bewegen sich derzeit kaum. Die Gefahr, dass sie demnächst ein neues Hoch markieren werden, ist groß. Finanzmarktumstände und das Kriegsrisiko um das iranische Atomprogramm befeuern sie unablässig. Es ist naheliegend, in dieser Lage auf einen Börsencrash zu setzen. Da sich die Politik als Dauerhelfer in der Not geriert, kann der allerdings noch unabsehbar lange auf sich warten lassen. Eine wirkliche Spekulationshilfe ist das nicht. Wer mit einem fast leeren Tank da steht, sollte sich darüber keine Gedanken machen. Er muss kaufen, in dem Fall lieber früher als später. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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