Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Unverhofft kommt oft

Gestern wurden die politischen Probleme aus dem Börsengeschehen verbannt. Man konzentrierte sich auf Daten aus der Ölwelt. Prompt sanken die Preise deutlich. Die USA reduzierten ihre Nachfrageprognose marginal. Die OPEC lieferte im Dezember weniger Öl. Nigeria wurde als ursächlich ausgemacht. Saudi Arabien will die Förderung innerhalb von vier Jahren um 14% steigern. Das ist alles wenig ergiebig. Aber der Blick wurde wieder auf die aktuelle Versorgungslage gerichtet. Und die ist gut. Insofern hat der Preisrückgang fundamentale Substanz. Das Dollar-Euro-Verhältnis änderte sich kaum. Der Abwärtstrend des Dollars ist allerdings gestoppt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Ölkrieg in Nigeria
Kuwaits Reserven herabgestuft
Weltweites Nachfragewachstum wird beschleunigt
Raffineriekapazitäten knapp
Sorge vor Benzinknappheit in den USA
Gesunkener US-Verbrauch nicht nachhaltig
Atomstreit mit dem Iran
OPEC-Staaten drohen nach Bushs ?grüner? Öl-Rede mit Investitionsverzicht

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Drosselung der Öllieferungen wird dem Iran nicht zugetraut
Rohöl- und Heizölvorräte gut
Milder Winter in den USA
Bush will alternative Kraft- und Brennstoffe
OPEC behält Förderquoten bei

Unsere Heizölpreise geben spürbar nach. Auf internationalem Parkett versucht man die Trennung von Wirtschaft und Politik. Kurzfristig wirkt das hervorragend auf die Preisbildung. Die Chartentwicklung verspricht bereits mehr Preisrückgang. Aber im Hintergrund droht die Politik mit weiteren Störungen. Spekulationen sind da risikoreich. Wer Heizöl braucht, sollte lieber rechtzeitig bestellen. Eine flexible Lieferzeit erlaubt Einsparungen in den Logistikkosten. Das ist gut für den Preis.

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