Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Venezuela will allein kürzen

Das Thema Lieferkürzungen hält die Preisbildung unter Spannung. Realistisch ist ein entsprechender OPEC-Beschluss erst im Dezember anlässlich des nächsten offiziellen Treffens. Einigen Mitgliedern missfällt das. Venezuela, das zur Unterstützung seiner Linkspolitik mit Sonderpreisen für Sympathisanten einen allgemeinen Hochpreiskurs verfolgt, kündigt eine einseitige Kürzung um 0,05 Mio. Barrel pro Tag an. Die dürfte zu gering sein, um die Preise ernsthaft hochzutreiben. Ein leichter Aufwärtsimpuls ist weiterhin vorhanden. Preisdrückende Kräfte können sich z.Z. nicht durchsetzen. Der Dollar geht charttechnisch einem Aufwärtstrend entgegen. Fundamental findet dieser allerdings keine schlüssige Erklärung.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Sorge vor Senkung der OPEC-Fördermengen
Hurrikansorgen in den USA (schwach)
Instabile Lage im Irak (schwach)
Chinas Nachfrage soll mindestens 10% zum Vorjahr wachsen
Weltweites Nachfragewachstum stetig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: BP will Alaska-Pipeline in dieser Woche zu 100% betreiben
US-Konjunktur kühlt sich ab
OPEC und IEA senken Nachfrageprognose
Hurrikanprognose gering
Sanktionen gegen den Iran sehr unwahrscheinlich
Großer Ölfund in den USA
Gute Vorratslage der OECD-Länder
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Etwas Auftrieb aus dem Börsenhandel und ein enger Binnenmarkt halten das Niveau aufrecht. Die rechnerische Überhöhung zum Weltmarkt baut sich langsam ab. Das volle Abwärtspotential wurde Verbrauchern erwartungsgemäß vorenthalten. Gleichwohl führte der Rückgang in vielen Regionen Deutschlands zu attraktiven Preisen, die einen Auftragsboom verursachten. Der ist noch nicht abgearbeitet. Die Lieferzeiten bleiben vielerorts lang. Auf eine weitere Abwärtswelle zu setzen, ist hoch spekulativ. Wir sind diesbezüglich verhalten positiv.

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