Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Venezuela zeigt Wirkung

In Venezuela lichten sich die Wolken. Es sieht danach aus, als stabilisiere der alte und neue Präsident seine Lage im Amt. Die von ihm eingeleiteten Maßnahmen lassen vermuten, dass die Lieferfähigkeit des Landes in der nächsten Zeit etwas reduziert bleibt.

Der Präsident versucht, den korrupten Sumpf in der Ölindustrie trocken zu legen, um dem Volk mehr Anteil am Ölreichtum des Landes zukommen zu lassen. Anhänger der geschassten Gruppe von Korrumpierten werden sich wehren. Das könnte zu einer vorübergehenden Einschränkung der Produktion führen.

Die Auswirkung der Streiks in den vergangenen Tagen, die für das Chaos um die Präsidentschaft Chavez sorgte, wurde gestern Abend mit der Veröffentlichung der API-Zahlen über die US-Lagerbestände deutlich. Der Abbau der Rohölvorräte sank erheblich stärker, als es die Erwartungen vermuten ließen.

Die Daten in Einzelnen:

Rohöl verliert 7,3 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht damit nur noch 1,2% über dem Vorjahreswert.

Heizöl und Diesel verlieren 1,9 Mio. Barrel zur Vorwoche und liegen nun 15,6% über dem Vorjahreswert.

Benzin konnte 0,7 Mio. Barrel zulegen und steht damit 8,5% höher in den Tanks als ein Jahr zuvor.

Die Raffinerien laufen mit 92,1% Auslastung deutlich besser als in den letzten Wochen. Er Wert ist allerdings steigerbar.

Der Gasölpreis zieht heute Morgen an. Der Anstieg fällt gemessen an den recht drastischen API-Zahlen aber moderat aus. Die Bewegung wird sich bis zum Nachmittag in Grenzen halten. Schwung könnte dann mit der Veröffentlichung der DOE-Zahlen ins Spiel kommen.

Unser Heizöl wird heute ebenfalls etwas teurer werden. Wir halten das aktuelle Niveau aber nach wie vor für gut, um sich einzudecken.

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