Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Verbrauch sinkt, Preise fallen

Die Preise sind gestern weiter gefallen. Allerdings gab es keinen wirklich neuen Grund. Sicher ist der Verbrauch in den USA zurückgegangen, aber diese Meldung ist bereits zwei Tage alt. Heute werden wieder die US-Bestandsdaten veröffentlicht. Wenn diese Daten reale Zurückhaltung beim Verbrauch widerspiegeln, kann es weiter runtergehen. Mindestens so wahrscheinlich, wie das eben genannte Szenario ist aber, dass der spekulative Anteil des eingesetzten Geldes an den Börsen gerade wieder im Karussell sitzt. Die Kurse an den Aktienbörsen gehen hoch. Geld fließt von einer Anlageform in eine andere. Charttechnisch gelten die Ölkontrakte als überverkauft. Das lässt auf eine Gegenreaktion nach oben schließen. Der Dollar steigt wieder, was durch ein gesteigertes Verbrauchervertrauen in den USA unterstützt wird.

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Unsere Heizölpreise sind weiter gefallen. Wer sich mal wie ein Spekulant verhalten will, wartet auf die Veröffentlichung der US-Bestandsdaten von heute und kauft morgen. Wem das zu heiß ist, der darf feststellen, dass die Preise im Vergleich zur jüngsten Vergangenheit günstig sind. Die Entwicklung der Preise zeigt aber auch, dass die Verbraucher durch ihr Verhalten einen Einfluss auf den Preis haben. Zum einen auf den Literpreis, zum anderen auf die Endsumme. Wer den Verbrauch senkt, gewinnt doppelt.

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