Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Verbraucherfreundlich

Der Markt ist z.Z. verbraucherfreundlich gestimmt. Die Nachrichten aus Venezuela, ein eher mildes Klima in den USA und die Aussicht auf zusätzliche Ölmengen der OPEC lassen die Preise sinken. Zudem profitiert Europa weiterhin vom schwachen Dollar. Die Faktenlage um angebliche Massenvernichtungswaffen im Irak ist wenig eindeutig. Das bringt in der kurzfristigen Marktstimmung ebenfalls etwas Preisentlastung. Allerdings droht von dieser Seite mit der nach wie vor bestehenden Kriegsgefahr ein erneuter plötzlicher Preisanstieg.

Die Angaben aus Venezuela sind unterschiedlich. Die staatliche Gesellschaft PsVSA spricht inzwischen von 1,8 Mio. Barrel Tagesförderung. Und täglich wird es mehr. Dem stellt die Opposition eine Förderleistung von 1,2 Mio. Barrel entgegen. Und die Krise ist noch lange nicht ausgestanden. Man verlangt ein Referendum, um Hugo Chavez als Präsidenten loszuwerden. Unabhängige Beobachter gehen davon aus, dass täglich 1,5 Mio. Barrel Öl fließen. Das ist die Hälfte der möglichen Leistung.

Kalte Temperaturen in wichtigen Teilen der USA hielten die Heizölnachfrage hoch. Da das Produkt sehr knapp bevorratet ist, blieb der logische Preisanstieg nicht aus. Nun dreht sich die Lage. Die Temperaturen steigen und die Preise fallen.

Aus OPEC-Kreisen werden mal wieder Stimmen laut, die vor einer Überproduktion im nächsten Quartal warnen. Das Szenario ist nicht neu. Es trifft momentan aber den Nerv des Marktes und trägt seinen Teil zum Preisdruck bei.

Heute Morgen steht der Gasölpreis tiefer als gestern. Die Tonne kostet zur Stunde 275,50$.

Unsere Heizölpreise gaben gestern erwartungsgemäß nach. Die Bewegung sollte sich heute fortsetzen. Das insgesamt hohe Preisniveau wird durch die aktuellen Schwankungen allerdings nicht attackiert. Wir beobachten seit Jahresbeginn eine Seitwärtsbewegung, die sich momentan auf einer fallenden Flanke befindet.

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