Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Verbrauchertage an den Börsen

Ölnotierungen gaben gestern um rund 4% nach. Der Fall kam nicht unerwartet. Die Stimmung drehte vor einigen Tagen auf Entspannung. Die Preise befinden sich nun wieder am oberen Rand des langfristig aufsteigenden Trendkanals. Noch sieht es so aus, als könne die Entspannung andauern. Spätestens nach weiteren 5-6% Rückgang muss mit der Umkehr zu steigenden Preisen gerechnet werden. Der Dollar wird durch nachgebende Ölnotierungen gestärkt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Förderung nahe am Limit
Raffineriekapazitäten knapp
Weltweites Nachfragewachstum höher als erwartet
Terrorgefahren im Irak und in Saudi Arabien
Streikandrohung in Nigeria
Geopolische Lage, allgemeine Unsicherheit
Lieferfähigkeit der Nicht-OPEC-Länder geringer als erwartet

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Befriedigende Versorgungslage für Rohöl
Gute US-Rohölvorräte
Befriedigende US-Benzin-Vorräte
Befriedigende Vorräte der OECD-Länder
Charttechnik: Gegenreaktion auf Preisübertreibung

Unsere Heizölpreise fallen. Sie folgen dem Weltmarkt. Erwartungsgemäß wird die 50-Cent-Marke für den Liter Heizöl bei 3000 Liter Abnahmemenge in einigen Regionen bereits unterschritten. Das sollte im Zuge der Bewegung bundesweit gelingen. Der Preisrückgang wird sich vermutlich noch fortsetzen. Preise unterhalb von 50 Cent sind nach unserer Ansicht Kaufpreise. Denn insgesamt regiert die stetige Teuerung. Sie wird bis zum Jahresende wahrscheinlich zu einem deutlich höheren Preisniveau führen.

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