Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Vergebliches Warten?

Gestern zogen die Preise abermals an. Die fundamentale Begründung für die Bewegung war dürftig. Von einem Streik an einer nigerianischen Chevron-Anlage ist die Rede. Andererseits nimmt die Shell ein Ölfeld in Nigeria wieder in Betrieb. Die bullische Stimmung des Vortags setzte sich insgesamt fort. Das für einen Preisrückgang verheißungsvolle charttechnische Bild der letzten Tage bröckelt. Mittlerweile bahnt sich eher ein Seitwärtstrend an. Der Dollar drehte wieder abwärts. Einige Devisenanalysten prognostizieren eine Fortsetzung des Wertverfalls gegenüber dem Euro.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Ölimporte wachsen um 19%
US-Nachfrage steigt im vierten Quartal
Streik bei Chevron-Nigeria
Raffinerieprobleme in den USA
US-Heizölbestände überzeugen nicht
OPEC erhöhte Quoten ungenügend
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Hurrikanwahrscheinlichkeit sinkt
US-Konjunktur zeigt Schwäche
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
US-Rohöllager gut gefüllt
US-Benzinmarkt entspannt
Ölplattform in Nigeria geht wieder in Betrieb

Unsere Heizölpreise steigen. Der Weltmarkt lässt ihnen keine andere Wahl. Die Aussichten für den erhofften vorwinterlichen Preisrückgang schwinden. Die Prognosen der US-Regierung lassen sogar daran zweifeln, dass die Preise im kommenden Winter überhaupt fallen werden. Zweifel sind im Börsengeschehen generell angebracht. Für den Verlauf der Winterpreise wird das Wetter von großer Bedeutung sein. Eine Wetterprognose über mehrere Monate abzugeben, sollte man seriöserweise unterlassen. Im Winterverlauf ist also noch jede Preisrichtung möglich.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen