Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Verheißungsvoll

Gestern wurde ein Teil der Tags zuvor aufgelaufenen Preissteigerungen wieder abgegeben. Insbesondere US-Heizöl verlor deutlich. Vor den heute zur Veröffentlichung anstehenden Vorratsdaten ergibt sich damit ein verheißungsvolles Bild in den Preischarts. Es lässt Hoffnungen auf fallende Preise aufkommen.

Ausgelöst wurde der kräftige Preisanstieg am Weltmarkt zum Wochenbeginn durch diverse Probleme an US-Raffinerien. Schnell breitete sich Sorge um die Benzinversorgung aus. Das trieb Benzin- und im Schlepptau Rohölnotierungen in die Höhe. Heizöl war weniger betroffen. Der Brennstoffvorrat wird als ausreichend für den Winter eingeschätzt. Das Wetter gibt derzeit keinen Anlass für einen Meinungsumschwung.

Die in London gehandelten Gasölkontrakte sind deutlicher gefallen als die in New York gehandelten Heizöl-Futures. Gestern sind die Gasölnotierungen gegen den allgemeinen Tagestrend gestiegen. Die Charts zeigen unterschiedliche Bilder. Insgesamt nährt aber speziell der Handel der Brennstoffkontrakte die Hoffnung auf ein Ende des Aufwärtstrends aller Ölnotierungen.

Etwas Preisauftrieb liefern Meldungen aus dem Irak. Die über Monate durch Anschläge demolierte Pipeline zwischen den nördlichen Ölfeldern um Kirkuk und dem türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan war in der Vergangenheit immer wieder Anlass, den Ölnotierungen aufwärts zu verhelfen. Nachdem klar war, dass diese Pipeline kurzfristig als Versorgungsleitung nicht mehr zu halten war, verschwand sie als Gesprächsthema. Sie sollte grundlegend repariert und geschützt werden. Ihre Wiederinbetriebnahme wurde inzwischen mehrfach angekündigt. Doch mehr als Ankündigungen kamen bis heute nicht heraus. Das liefert den Märkten nun erneut bullische Untertöne.

Der Dollarkurs fiel gestern etwas stärker als erwartet. Eine Trendbewegung kann man ihm aber nicht zuschreiben. Es ist eher die Suche danach.

Gasöl verbilligt sich heute Morgen leicht. Die Tonne kostet aktuell 258,50$.

Unsere Heizölpreise haben seit Wochenbeginn ihre freundliche Abwärtsbewegung suspendiert. Hoffnungen, dass der Brennstoff in nächster Zeit billiger wird, sind dennoch angebracht. Kurzfristig kommt möglicherweise nur eine Seitwärtsbewegung heraus. Aber längerfristig sollten tiefere Preise möglich sein. Trotz dieser spekulativen Aussichten halten wir die aktuellen Preise für sehr gut und raten Verbrauchern mit knapp gefüllten Tanks zum Kauf.

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