Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Verlässliche Zahlen sind Wunschkonzert

Der Drang zu höheren Ölnotierungen lässt nach. Endlich möchte man sagen, denn der Aufwärtstrend passt nicht zu den Berichten über einen neuen Ölboom. Zudem wächst die globale Nachfrage nur moderat. Dass der Aufwärtstrend überhaupt so weit trug, lässt Zweifel an der Existenz fulminanter Ölquellen aufkeimen. Diese Zweifel werden von OPEC-Aussagen genährt, allerdings nur für Nicht-OPEC-Quellen. Das Kartell senkte seine Produktion in den letzten Monaten. Sie hat das niedrigste Niveau seit Oktober 2011 erreicht. Gleichwohl ist das OPEC-Angebot größer als die Nachfrage. Eine unerwartete Verbrauchsschwäche will man nicht konstatieren. Die Nachfrage soll sogar ein klein wenig stärker wachsen, als in früheren Berichten prognostiziert wurde. Das globale Plus wird für 2013 mit 0,9 Prozent angenommen. Es bleibt schwierig, in der Ölwelt Fiktion und Realität zu unterscheiden.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
China wächst immer noch rasant
Streit um das iranische Atomprogramm
Explosive Lage in Nordafrika und Nahost
Liefermengen aus der Nordsee sollen wieder sinken

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: USA brauchen immer weniger Öl
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Viel Öl am Markt

Unsere Heizölpreise geben nach. Die Ölbörsen sind nicht der Grund dafür. Der Abgang wurde durch den nachgebenden Dollar ausgelöst. Der Währung wird durch ihre Notenbank noch mehr Frischgeld zugemutet als dem Euro. Das hinterlässt eine deutliche Spur, wie diese Grafik zeigt. Heizöl bleibt spürbar billiger als vor einem Jahr. Und ich bleibe bei der Einschätzung, dass der Preis im Jahresverlauf nachgeben wird. Gleichwohl rate ich davon ab, sich durch diese Einschätzung zum Verschieben eines nötigen Ölkaufs hinreißen zu lassen. Die Entwicklung ist zeitlich nicht einschätzbar. Günstige Heizölpreise sollten grundsätzlich als Gelegenheit verstanden werden, die ergriffen werden will. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen