Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Vernunft ist ein scheues Reh

Die strategischen Reserven werden nicht freigegeben. Der Ölmarkt ist ausreichend versorgt. Diese vernünftig klingende Aussage stammt von der für die Reserven zuständigen Chefin der IEA (Internationale Energie Agentur) Maria van der Hoeven. Finanzjongleure zeigten sich wenig beeindruckt. Zuvor mussten sie bereits die Ankündigung fürchterlicher Schäden an Ölanlagen im Golf von Mexiko hinnehmen, die vom Hurrikan Isaac ausgehen sollten. Die Kategorie Hurrikan erreichte der Sturm nur knapp. Damit herrscht ein Patt der jüngsten Einflussfaktoren. Die Ölnotierungen bewegen sich weiter schwach abwärts. Überraschenderweise kommt bereits vor Erreichen der letzten Höchstmarke die erwartete Diskussion um die konjunkturschädliche Wirkung der Ölpreise auf. Dieselben Politiker, die den Iranboykott ausriefen, fordern die OPEC nun zu einer höheren Ölproduktion auf. Mit Ausnahme des Iran produzieren die Länder, die es können, bereits deutlich über Quote. Insofern ist der Aufruf wieder einmal etwas für die mediale Galerie. Das einzig Vernünftige wäre die Abkündigung des Iranboykotts und die Einstellung der expansiven Geldpolitik. Das würde die Ölpreise mindestens um 30 Prozent drücken.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Stützungsaktionen von Politik und Notenbanken erwartet
Kalter Krieg um iranisches Atomprogramm wird heißer
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Nordseeölanlagen im Wartungszyklus

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: IEA senkt Prognosen zur Ölnachfrage
Schwache Konjunkturaussichten
Schuldenkrise in Europa
OPEC produziert noch über Quote

Unsere Heizölpreise befinden sich nach wie vor in einer kleinen Gegenbewegung zum Aufwärtstrend. Kurzfristig erwarten wir ihren Fortgang. In wenigen Tagen wird eine Entscheidung über den grundlegenden Trend fallen. Ein erneuter Abwärtstrend ist nicht mehr ausgeschlossen. Darauf heute schon zu setzen, wäre allerdings falsch. Insbesondere die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts am 12. September zur vermeintlichen Eurorettung wird Spuren hinterlassen. Das wahrscheinliche OK zum Ansinnen der Politik kann zu rasanten Preissteigerungen führen. Deshalb sollten dringende Heizölbedarfe in den kommenden Tagen gedeckt werden. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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