Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Versöhnlicher Ausklang

Am Freitag schlossen die Ölmärkte tiefer. Damit gaben sie einer unbefriedigenden Woche ein versöhnliches Ende. Rohöl verteuerte sich deutlich im Wochenverlauf. Durch die Freitagsbewegung blieb schließlich nur ein leichter Anstieg übrig. Gasöl bewegte sich während der Woche seitwärts und schaffte zum Wochenschluss sogar eine Verbilligung.

Die fundamentalen Einflüsse auf die Märkte sind kaum verändert. Der OPEC-Beschluss vom 10. Februar, die Fördermengen zu kürzen, sorgt immer noch für einen bullischen Tenor. Die Vorratsverhältnisse in den USA haben sich etwas zu Gunsten des Rohöls gebessert. In Summe über alle Produkte sind sie aber unverändert gegenüber der Vorwoche. Der Rohölbestand bleibt trotz eines deutlichen Aufbaus kritisch tief. Das Wetter zeigt sich gemäßigt. Die Temperaturen dümpeln um die Durchschnittswerte.

Für bullische Stimmung sorgt derzeit Benzin. Die USA leiden an einer notorischen Unterkapazität ihrer Raffinerien. Auf Grund von schärferen Umweltbestimmungen fallen zudem alte Anlagen aus. Auch aus dem wichtigsten Versorgungsland der USA, Venezuela, kommt zukünftig weniger Kraftstoff, da die Raffinerien dort ebenfalls nicht für die Produktion des schwefelreduzierten Benzins ausgelegt sind. Benzin hält den gesamten Markt hoch. Heizöl zeigt dabei die geringste Bindung. Hier kommen Frühlingsgefühle durch, die eine Verbilligung ermöglichen.

Die Fonds scheinen sich etwas von ihren Positionen auf steigende Kurse zu lösen. Ein Durchbruch hin zu einem Ausverkauf ist aber nicht in Sicht.

Charttechnisch ist die Lage wenig erfreulich. Rohöl bleibt im steigenden Trendkanal. Heizöl konnte sich erfreulicherweise lösen und zeichnete einen kurzfristigen Abwärtstrend. Nach der heftigen Verbilligung am Freitag ist die Wahrscheinlich, dass er weitergeht, gestiegen. Solange Rohöl sich bullisch zeigt, ist die Möglichkeit eines deutlichen Abschwungs für die Heizölpreise allerdings begrenzt.

Der Dollar lief in der letzten Woche nach langer Zeit wieder einmal gegen uns Europäer. Insbesondere am Freitag verteuerte er sich deutlich. Daher bleibt von der Verbilligung bei Heiz- und Gasöl kaum etwas übrig. Insgesamt ist der Dollar allerdings unser Freund. Die deutlich tieferen Preise für Heizöl als vor einem Jahr gehen auf sein Konto.

Heute Morgen steht Gasöl billiger da als im gesamten Verlauf der letzten Woche. Die Tonne kostet 255$.

Unsere Heizölpreise bewegten sich in der letzten Woche seitwärts. Durch die sich neutralisierenden Veränderungen bei Gasöl und beim Dollar gibt es auch heute kaum veränderte Preise. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Heizöl verbilligt, sehen wir gesunken. Im Jahresvergleich sind die Preise allerdings sehr gut. Vor einem Jahr war Heizöl im Durchschnitt 28% teurer als heute bei 3000 Liter Abnahmemenge.

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