Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Verschätzt

Wegen teilweise ausbleibender Lieferungen aus Venezuela sollten die Rohölbestände in den USA sinken. Erwartet wurde ein Minus von 3,5 Mio. Barrel zur Vorwoche. Doch API meldete nur ein leichtes Minus von 0,97 Mio. Barrel. Die sich schon wieder aufwärts bewegenden Preise wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Nun werden sie in die andere Richtung gehen müssen. Den Verbraucher freut es.

Auf der preistreibenden Seite findet man heute keine starken Impulse. Lediglich das Dauerthema einer anziehenden Konjunktur, Lieferausfälle aus dem Irak und eine Raffineriestörung in den USA geben schwache Unterstützung. Aber die gegen die Erwartung gemeldeten Bestandsdaten geben heute den Ton an. Wenn die DOE heute Nachmittag nicht Gegenteiliges zu berichten weiß, können wir Preisrückgänge erwarten.

Die Bestandsmeldungen der API:

Rohöl verliert 0,97 Mio. Barrel zur Vorwoche und liegt nun 1,4 % über dem Vorjahreswert.

Heizöl und Diesel verlieren ebenfalls 0,97 Mio. Barrel zur Vorwochen und liegen damit 16,1% über dem Vorjahreswert.

Benzin gewinnt 2,5% Mio. Barrel zur Vorwoche und liegt 8,4% über dem Vorjahreswert.

Insgesamt ist also eine Steigerung der Bestände zu verbuchen.

Der Gasölpreis reagiert heute Morgen in der Tat mit einem Rückgang. Der Sprung zu gestern hält sich allerdings in Grenzen. Vermutlich bleibt der Markt bis zur Bestätigung oder Ablehnung durch die DOE-Werte reserviert. Er hat ohnehin etwas Probleme, den neuen Tatbestand zu verarbeiten, da ein Sinken der Preise nicht der Mehrheitsmeinung entsprach.

Unser Heizölpreis gibt ein kleines aber spürbares Stück nach. Großartige Sinkflüge dürfen Verbraucher allerdings noch nicht erwarten. Im Markt steckte eine neutrale bis preistreibenden Grundtendenz. Die muss erst einmal überwunden werden.

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