Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Verschnaufpause eingelegt

Die Ölnotierungen haben eine kurze Verschnaufpause eingelegt. Es handelt sich aber nur um eine geringe Korrektur des letzten Anstiegs. Obwohl die Lager randvoll gefüllt sind, der Markt aktuell überversorgt ist und sich die konjunkturelle Entwicklung immer noch nicht gedreht hat, wird von einer Bodenbildung gesprochen. Diese reicht aus, um die Marktteilnehmer wieder bullisch zu stimmen. Gleichzeitig wird über die Endlichkeit der Ressourcen diskutiert. Bei anziehender Wirtschaft werden die Preise wieder steigen. Umso mehr Förderprojekte wegen der Finanzkrise auf’s Eis gelegt wurden, desto wahrscheinlicher sind die Lieferschwierigkeiten von morgen. Da die Politik weltweit so vehement für ein „Weiter so!“ eintritt, wirken diese Wetten auf den zukünftigen Versorgungsengpass sogar nachvollziehbar. Bei einer Wahlbeteiligung von ca. 43 Prozent bei der gestrigen Europawahl, kann man das Interesse daran, die Politik zu beeinflussen getrost als nicht vorhanden bezeichnen. Also wird es wohl so weiter gehen wie bisher. Und das wird sich auch auf die Ölpreise niederschlagen. Der Dollar legt wieder zu. Er profitierte von den nicht ganz so schlechten Arbeitsmarktzahlen. Die Börsen freuen sich. Wirtschaftsdaten spielen wieder eine Rolle. Auch hier tritt Normalität ein. Wir fügen hinzu: „Für den Moment.“

preistreibende (bullische) Einflüsse: Goldman & Sachs setzen auf 85 Dollar für ein Barrel
Konjunktur wird freundlich gesehen
Haussierende Aktienmärkte
China importierte im April mehr Öl
Lieferausfälle in Nigeria
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: EIA, OPEC und IEA senken Nachfrageprognose erneut
Überproduktion von Rohöl
Öllager randvoll

Unsere Heizölpreise halten inne. Der Weltmarkt gibt die Richtung vor. Der Dollar ist wegen der nur geringen Bewegung bedeutungslos. Wir müssen davon ausgehen, dass das Heizöl im Jahresverlauf wieder teurer wird. Der Preisanstieg im Binnenmarkt wird schwächer ausfallen als am Weltmarkt. Bei den immer wieder eintretenden Korrekturen werden auch günstigere Preise zu erwischen sein. Sie sind aber nicht so günstig, wie die Möglichkeiten des Energiesparens. Da von der Politik nicht viel kommen wird, ist jeder selbst für einen vernünftigen Verbrauch verantwortlich. Wir empfehlen den eigenen Verbrauch zu prüfen und verweisen auf das kostenlose Instrument: www.esytrol.com.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: HeikoHarlapp@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen