Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Viel Öl in den Tanks

Eigentlich sah es gestern eher nach steigenden Preisen aus. Aber die Daten über die US-Vorräte sorgten für einen abrupten Stimmungswandel. Der drückte die Preise mit dem Erfolg, dass man ihnen nun einen Abwärtstrend ansieht.

Als Auftriebskraft bleiben derzeit ein paar defekte US-Raffinerien und die Rückkehr des OPEC-Korbpreises in das 22-28$-Band. Letzteres besiegelt, dass das Kartell die Liefermengen nicht erhöhen wird. Angesichts solider Ölvorräte verlieren die Raffinerieprobleme aber ihr Sorgenpotential. Und die OPEC hatte ihre Weigerung, die Liefermengen trotz eines eventuell hohen Preises aufzustocken, bereits kund getan. Nun bleibt nur die Erkenntnis, dass die Einschätzung der Ölscheichs über eine gute Versorgungslage des Marktes zutreffend ist.

Ausdruck findet sie in den Zahlen über die US-Vorräte. Sie werden allerdings von den beiden berichtenden Gesellschaften API (American Petroleum Institut) und DOE (Department of Energy) sehr unterschiedlich gesehen. Das API liefert einen bullischen Datensatz. Das DOE gibt den Märkten bärische Erkenntnisse. Ihnen folgten die Händler umgehend.

Danach legte der Rohölvorrat um 3,6 Mio. Barrel zur Vorwoche zu. Heizöl und Diesel machten 1,6 Mio. Barrel gut. Nur Benzin zeigte mit ?2,2 Mio. Barrel zur Vorwoche ein negatives Vorzeichen. Die Importwerte liegen deutlich über den Zahlen des Vorjahres. Beim Rohöl beträgt das Plus mehr als 20%.

Die Heizölnachfrage in den USA ist extrem gering. Das relativ warme Wetter führt zu Kaufzurückhaltung der Verbraucher verbunden mit der Hoffnung, dass die Preise weiter sinken.

Mal wieder soll es die Fonds auf der falschen Seite erwischt haben. Die setzten in den letzen zwei Wochen auf steigende Preise. Weil sie nun viele Long-Kontrakte zu verkaufen haben, beschleunigen sie den Preisverfall.

Der Dollar wartet mit leichten Preissteigerungen zum Euro auf. Sie fallen allerdings verhalten aus und bleiben derzeit in einem engen Handelsband.

Gasöl verteuert sich heute Morgen gegenüber dem gestrigen Schlusswert. Der Preis brach nach der Veröffentlichung der Vorratsdaten ein. Die Tonne kostet zur Stunden 249$.

Unsere Heizölpreise gaben gestern Abend weiter nach. Die Tagesdifferenz viel nicht sehr hoch aus. Was allerdings für gute Stimmung sorgt, ist das deutliche Bild, das der Preischart zeigt. Die Abwärtsbewegung bekommt neue Dynamik. Nun könnte doch Erfreulicheres als lediglich eine Seitwärtsbewegung der Preise folgen.

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