Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Viel Bewegung, wenig Ergebnis

Die Preise drängt es nach unten. Aber ein Abwärtstrend will sich nicht etablieren. Am Ende des gestrigen Handelstages wurden die Kursverluste weitgehend annulliert.

Neue Nachrichten gibt es nicht. Aber in den alten Nachrichten steckt noch Potential für Kursbewegungen. Für den Abwärtsdrang sorgt die deutlich entspannte Situation um die US-Winterversorgung. Das in Hülle und Fülle vorhandene Erdgas drückt auch auf die Ölpreise. Die Heizölproduktion läuft auf vollen Touren, so dass derzeit niemand ein Problem bei den Vorräten erwartet. Allenfalls die Rohölvorräte könnten auf Grund des hohen Durchsatzes der Raffinerien sinken.

Vom US-Benzin gehen nach dem Ausfall zweier Raffinerien leicht preistreibende Impulse aus.

Nigeria bietet den Märkten ebenfalls Potential für steigende Preise. Es ist zu erwarten, dass die Benzinpreise im Land per 31.10. verteuert werden. Der Generalstreik ist damit vorprogrammiert.

Den meisten Gesprächsstoff liefert derzeit die OPEC. Es scheint so, dass jeder Ölminister ein öffentliches Wort zur zukünftigen Ausstoßpolitik beitragen möchte. Der Tenor der jüngsten Äußerungen ist, dass man sich nicht an die eigene Regel zur Stabilisierung der Preise im 22-28$-Band halten will.

Bisher galt: Sollte der Preis für den OPEC-Korb nicht unter 28$ sinken, wäre er am 5. November für 20 Tage über dieser Marke. Damit sollte eine automatischer Erhöhung der Liefermengen um 0,5 Mio. Barrel pro Tag greifen.

Das wird vermutlich nicht geschehen. Venezuelas Ölminister machte unmissverständlich klar, dass es keine Änderung geben werde. Das Land gehört zu den Vertretern, die die Ölhähne am liebsten weiter schließen würden, um die Preise in die Höhe zu treiben. Aus moderateren OPEC-Kreisen wird die Begründung geliefert, dass es genug Öl im Markt gibt. Eine Erhöhung der Liefermengen mache keinen Sinn. Die OPEC sieht andere Gründe als eine knappe Ölversorgung für die hohen Ölpreise. Exzesse der Finanzmärkte werden in diesem Zusammenhang häufig ins Spiel gebracht.

Der Dollar ist derzeit das Spiegelbild zum Öl. Die Währung legt eine nicht unerhebliche Kursbewegung in Gegenrichtung zum Öl an den Tag, um am Ende so gut wie unverändert zu schließen.

Der Gasölpreis zeigt heute Morgen erneut wenig Bewegungslust. Gestern verlor er im Tagesverlauf 3,50$. Die Tonne kostet zur Stunde 256$.

Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Die Weltmarktbewegung und inländischer Nachfragemangel schaffen leichten Druck. Wir erwarten weiterhin einen ruhigen Verlauf der Preise, der sie eher seitwärts schieben wird. Die Preise befinden sich auf einem mittleren Niveau. Sie sind weder besonders attraktiv noch besondern abschreckend für einen Kauf.

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